Interview: Ab wann gilt ein Link als Werbung und wie muss diese gekennzeichnet werden?

Seit längerem frage ich mich ab wann ein Link oder ein Blogbeitrag Werbung enthält und wie damit umzugehen ist.

Immer wieder sehe ich unterschiedliche Auslegungen der Kennzeichnungspflicht. Was ist nun eigentlich richtig?

Bevor ich nun stundenlang im Internet halbseidenes Wissen konsumiere, habe ich meinen Rechtsanwalt Cornelius Matutis zu Rate gezogen. Herr Matutis ist Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz und tätig vor allem im Internetrecht. Seit gut einem Jahr habe ich bei seiner Kanzlei einen Flatrate-Vertrag durch den meine Rechtstexte immer auf dem aktuellsten Stand sind.

Herzlich Willkommen, Herr Matutis, wie schön, dass wir Ihnen heute unsere Fragen stellen dürfen. Es gibt einige Unsicherheit bei dem Thema Werbung im Blog und wie diese zu kennzeichnen ist, daher sind wir alle gespannt auf Ihre Antworten.

In der Nähbloggerszene gibt es einige Besonderheiten, die ich Ihnen kurz darlege:
Die Szene ist geprägt von gewerblichen und privaten Blogs mit fließendem Übergang. Zu Ihrer Übersicht gibt es folgende Teilnehmer:

1. die Schnittdesigner, die Schnittmuster (Nähvorlagen) für die Hobbynäher erstellen und diese online und/oder im Stoffhandel als PDF oder als Papierschnittmuster verkaufen,

2. die Stoffhändler, die online oder im Handel Stoffe an die Hobbynäher verkaufen,

3. die Blogger, die privat über ihr Hobby schreiben und über Schnittdesigner und Stoffhändler berichten bzw. Rezensionen schreiben,

4. die Blogger, die gewerblich über das Nähen schreiben (Inhalt ähnlich wie bei privaten Bloggern)

5. die Leser, die Texte der Schnittdesigner, Stoffhändler, Blogger lesen

6. jede erdenkliche Mischform der oben genannten Teilnehmer wie z.B. Blogger, die nebenbei ein Schnittmuster verkaufen (wie ich z.B.), bloggende Stoffhändler, Blogger, die Stoffe designen, etc.

Die Vernetzung in der Szene ist sehr stark und manchmal ist es nicht eindeutig erkennbar, ob man privat oder gewerblich unterwegs ist.


Frage 1

Elke (EP): Fangen wir mit einem Klassiker an. Eine Schnittdesignerin erstellt ein neues Schnittmuster in verschiedenen Größen. Um sicherzugehen, dass die Größen passen, ruft sie zu einem sogenannten “Probenähen” auf. Gerne gesehen ist es, wenn sich Blogger für das Probenähen anmelden, weil man auf diesem Weg als Schnittdesigner die Reichweite bei der Veröffentlichung erhöht. Oft ist eine Bedingung für die Teilnahme, dass man Fotos vom fertigen Kleidungsstück macht, um diese der Schnittdesignerin (kostenlos) zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen.

Meist wird in einer Facebookgruppe oder per E-Mail das Schnittmuster verteilt und die Probenäherinnen nähen ein Teststück (mit Abgabetermin), um Feedback zur Passform und zum Design zu geben. Unter Umständen gibt es mehrere Runden, bei denen der jeweils verbesserte Schnitt getestet wird. Dafür vernähen die Probenäher eigene Stoffe und werden nicht bezahlt. Wird der Schnitt veröffentlicht, rühren die Probenäher die Werbetrommel für das neue Schnittmuster in Form von Beiträgen im Blog, Facebook, Instagram etc. Es ist aber kein Geld geflossen, die Näherinnen haben nur das Schnittmuster erhalten, ohne das der Test nicht möglich gewesen wäre. Die Begeisterung über den Schnitt ist meist echt, alleine schon, weil man als Teil des Teams an der Entstehung hat mitwirken können. Muss man in einem Post (Blog, Social Media), in dem man über den neuen Schnitt schreibt und zum neuen Schnittmuster verlinkt, diesen als Werbung kennzeichnen?

Cornelius Matutis (CM): Nein, die Bloggerin/der Blogger muss den Link nicht als Werbung kennzeichnen, sondern nur deutlich machen, dass der Link auf eine Seite verweist, die nicht mehr dem eigenen Verantwortungsbereich entspricht, also z.B. auf die Seite des Schnittmusterherstellers.

Ich denke für die gesamte Diskussion muss man etwas weiter ausholen, um die Antworten rechtlich einordnen zu können. Die wesentliche Rechtsgrundlage ist hier zum einen die Nummer 11 des Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG. Dort heißt es, dass der vom Unternehmer finanzierte Einsatz redaktioneller Inhalte zu Zwecken der Verkaufsförderung, ohne dass sich dieser Zusammenhang aus dem Inhalt oder aus der Art der optischen oder akustischen Darstellung eindeutig ergibt (als Information getarnte Werbung), eine unzulässige geschäftliche Handlung ist.

Es geht also immer darum, dass der durchschnittliche Betrachter hier gar nicht erkennt, dass es sich eventuell um Werbung handelt.

Voraussetzung für einen solchen Wettbewerbsverstoß ist aber zunächst immer, dass es überhaupt Werbung ist. Wenn nun der Blogger selbst aus eigenem Anlass aufgrund eigener Überzeugung ohne entsprechende Gegenleistung positiv über irgendetwas berichtet und dann einen entsprechenden Link zu der Seite desjenigen setzt, der das tolle Produkt hergestellt hat, handelt es sich noch nicht um eine getarnte Werbung, sondern um echte Begeisterung. Von daher ist zu diesem Zeitpunkt auch kein Wettbewerbsverstoß oder Verstoß gegen das Trennungsprinzip gegeben.

Eine weitere Rechtsgrundlage ist § 4 Nummer 3 UWG, der lautet, das unlauter handelt, wer den Werbecharakter von geschäftlichen Handlungen verschleiert. Eine solche Verschleierung setzt jedoch voraus, dass tatsächlich eine Werbehandlung vorliegt.

Wenn, wie im vorliegend dargestellten Fall, eine Begeisterung für ein Produkt vorhanden ist und man dann darüber schreibt, dann stellt dies keine Verschleierung eines Werbecharakters dar. Etwas anderes wäre es, wenn man Texte zum Beispiel von einer Presseabteilung vordiktiert bekommt und diese einfach übernimmt. Dies wäre der typische Fall, in dem tatsächlich der Blogger nicht schreibt, sondern schreiben lässt und dies dann nicht offenlegt.

Und es wäre auch verschleierte Werbung, wenn es sich bei dem Link um einen sog. Affiliate-Link handelt, also der Blogger von dem Hersteller eine Rückvergütung für die Linksetzung erhält.

In der hier vorliegenden ersten Frage, in der die Probenäher positiv darüber berichten und als einzige Gegenleistung tatsächlich das Schnittmuster erhalten haben, ist es vollkommen ausreichend, wenn innerhalb des Blogs genau das offengelegt wird, nämlich, dass man das Schnittmuster zur Verfügung gestellt bekommen hat. Denn dies entspricht dann der Tatsache, und eine weitere Einflussnahme ist hier auch nicht gegeben. Wenn man dann den Link auf die Seite des Schnittmusters deutlich als „hier geht’s zum Schnittmuster von xy“ deklariert, ist dies vollkommen ausreichend.

Frage 2

EP: Hobbynäherinnen bewerben sich häufig bei Ausschreibungen für Stoff-Probenähen. Es kann auch passieren, dass man direkt von Stoffhändlern und -herstellern angeschrieben wird. Dabei geht es darum, einmalig oder regelmäßig, Designbeispiele für neu erscheinende Stoffe zu nähen. Bis zu einem bestimmten Termin soll das Designbeispiel dann im Blog/ Social Media von der Probenäherin vorgestellt werden. Wenn ich selbst Stoffe oder Schnitte zur Verfügung gestellt bekomme, dann bewegt sich der Verkaufswert des Materials bei ca. 30 bis 40 Euro und der Verkaufswert eines Schnittmusters zwischen 5 bis 12 Euro. Der Wert der Arbeit für den Blogger wird damit bei Weitem nicht abgedeckt. Ist man erst ab einem gewissen Wert verpflichtet, ein Sponsoring im Blog zu kennzeichnen oder gleich ab dem ersten Cent?

CM: Auch hier ist es so, dass man keine Geldleistung sondern tatsächlich das Produkt, dass man testen soll, erhalten hat. Wenn man im Blog schreibt, man habe von xy dessen Stoff xy erhalten und das Schnittmuster xy von xy, dann hat man auch hier deutlich genug offen gelegt, wie weit eine Unterstützung stattgefunden hat.

Entscheidend ist auch hier, dass der Text von einem selbst verfasst wird.

Sobald eine Zensur oder Überarbeitung durch den Stoffhändler, Hersteller oder Schnittmusterhersteller stattfindet, also man nicht mehr frei schreiben kann, was man möchte, hat man die Stufe vom freien Blogger, also vom redaktionellen Inhalt hin zur Werbung überschritten. In diesem Fall wird man nicht nur darstellen müssen, dass man das Material und das Schnittmuster zur Verfügung gestellt bekam, sondern man muss auch darauf hinweisen, dass es ein „Sponsored Blog“ ist. Es kommt überhaupt nicht auf den Wert an, sondern darauf, wie frei man in der Verwendung des Stoffes und des Schnittmusters und vor allem der Beschreibung über diese Produkte ist. Selbst wenn man ein Auto zur Verfügung gestellt bekommt, um darüber etwas zu schreiben, ist dies kein zu kennzeichnender Blogbeitrag, wenn der Hersteller es einem überlässt, ob man über das Auto überhaupt schreibt oder man positiv oder negativ darüber schreibt. Sobald aber eine Einflussnahme stattfindet, ist der Blog nichts anderes als eine Werbeanzeige. In diesem Fall müsste dann auch der Blog entsprechend gekennzeichnet werden.

WerbungimBlog

 

Frage 3

EP: Ab und zu sieht man Nähbloggerinnen, die bei selbst gekauften Stoffen und Schnittmustern einen Werbehinweis setzen. Frei nach dem Motto: lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Damit wird dem Leser impliziert, es seien Geld oder Sachleistungen geflossen. Kann man sich damit auch aufs Glatteis bewegen?

Oder ist es tatsächlich besser, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig auf Werbung hinzuweisen?

CM: Wenn Nähbloggerinnen entsprechende Werbehinweise auch bei selbst gekauften Stoffen oder Schnittmustern anbringen, ist es zunächst unbedenklich.

Die Frage ist ja hier vielmehr, ob die Nähbloggerin eventuell für die Linksetzung zu den entsprechenden Schnittmustern oder Stoffen Geldgegenleistung erhält (Affiliate oder Ähnliches). Denn in diesem Fall, wenn man tatsächlich nur schreibt, um über Affiliate-Links Geld zu verdienen, handelt es sich um nichts anderes als eine Anzeige.

Wenn man zu viel auf Werbung hinweist, obwohl keine Werbung vorliegt, ist es rechtlich kein Problem, da eine Irreführung noch nicht vorliegt. Etwas anderes wäre es, wenn man schreiben würde „wurde mir zur Verfügung gestellt von xy“, doch tatsächlich hat man das Produkt gekauft. In diesem Fall wäre es eine irreführende Angabe. Der Hinweis auf Werbung allein macht hier jedoch kein Problem aus.

Frage 4

EP: Angenommen, ich erhalte kostenlos ein Schnittmuster. Der Schnittdesigner stellt aber keine bestimmten Erwartungen an mich. Wenn ich Lust habe, es zu testen mache ich das, wenn nicht, dann nicht. Ist diese Art von Sponsoring gleichzusetzen mit Punkt 2?

CM: Das ist der klassische Fall, bei dem es ausreichend ist, wenn man mitteilt, dass man das Schnittmuster von xy zur Verfügung gestellt bekommen hat. Hier muss kein Hinweis auf Werbung oder Ähnliches stattfinden, da ja auch keinerlei Einflussnahme stattfindet und man davon ausgehen kann, dass objektiv berichtet wird.

Frage 5

EP: Muss man als “kleine” Nähbloggerin, die in der Regel privat unterwegs ist, aber hin und wieder ein Probenähen mitmacht oder einen Schnitt oder ein Buch rezensiert, ein Gewerbe anmelden?

CM: Hier stellt sich für mich die Frage, ob, abgesehen von eventuellen Stoffproben oder Ähnlichem, Gelder fließen. Sobald man zur Gewinnerzielung oder zur Einnahmengenerierung unterwegs ist, wird man auch ein Gewerbe anmelden müssen. Eine kleine Nähbloggerin, die Probenähen mitmacht und Rezensionen über Schnitte schreibt und keinerlei Geld dafür bekommt, muss sich darüber keine Gedanken machen, ob sie gewerblich handelt. Gewerblich wird es erst, wenn eine Einnahmequelle auf Dauer angelegt werden soll, wenn Sie also planen, mehrere Rezensionen zu schreiben und dafür auch Geld oder Ähnliches erhalten wollen. Falls Sie jedoch mit Affiliates in Ihrem Blog arbeiten und durch Links Einnahmen generieren, wäre ein Gewerbe anzumelden.

Sobald eine Einflussnahmestattfindet ist der Blogpostnichts anderes als eine Werbeanzeige. (1)

Frage 6

EP: Eine Leserin möchte wissen: Gehören Rezensionsexemplare zum geldwerten Vorteil oder zu den Arbeitsmitteln?

CM: Ob Rezensionsexemplare zum geldwerten Vorteil oder zu den Arbeitsmitteln gehören, scheint mir hier mehr eine theoretische Frage zu sein, denn ich gehe davon aus, dass Nähbloggerinnen grundsätzlich selbstständig auf eigene Rechnungen arbeiten und nicht als Arbeitnehmerinnen von einem großen „Bloggerverband“. Sollte tatsächlich eine Nähbloggerin als Arbeitnehmerin tätig sein und ein entsprechendes Schnittmuster zur Verfügung gestellt bekommen (von Ihrem Arbeitgeber), um darüber eine Rezension zu schreiben, dann bleibt aus meiner Sicht das Rezensionsexemplar im Eigentum des Arbeitgebers, so dass es sich um ein Arbeitsmittel handelt und nicht um einen geldwerten Vorteil. Eine Bloggerin, die für einen Arbeitgeber zum Beispiel über ein Schnittmuster schreibt, muss dies nicht zusätzlich als Lohn oder als Teil ihres Lohnes oder Ähnliches oder als geldwerten Vorteil versteuern.

Soweit Sie als selbstständige Unternehmerin bzw. „kleine Nähbloggerin“ Rezensionsexemplare erhalten und daran nicht die Bedingung einer Rezensionen geknüpft ist, wird man das als Schenkung ansehen können, die steuerrechtlich unbeachtlich bleibt, da es sich ja nicht um Werte handelt, für die eine Schenkungssteuer anfallen würde. Soweit Sie hingegen eine Verpflichtung eingehen, eine Rezension über das Schnittmuster zu schreiben, so handelt es sich hierbei um ein Arbeitsmittel, welches Ihnen vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt wird. Auch hier würde ich steuerrechtlich keine Bedenken haben. Eine Vereinbarung, dass nach erfolgter Rezension eine Rückgabe des Schnittmusters erfolgen soll, wird hier wohl in den wenigsten Fällen getroffen worden sein. Aber auch hier gilt, dass das Schnittmuster ist nicht Teil der Entlohnung ist, sodass es auch nicht als Einnahme zu versteuern ist.

Der Freibetrag für die Schenkungssteuer beträgt übrigens 20.000 Euro, also erst wenn das Schnittmuster über 20.000 Euro wert ist bzw. das Rezensionsexemplar, wird man sich wegen der Schenkungssteuer Gedanken machen müssen.

Etwas anderes gilt, wenn man Geld dafür erhält, eine Rezension zu schreiben und dann im gleichen Atemzug entsprechende Rezensionsexemplare einfordert. In diesem Fall wird man das Rezensionsexemplar mit im Erlös aufführen müssen, so dass der Wert des Rezensionsexemplar dann die Einnahmen erhöht.

Frage 7

EP: Wenn man bei einem Gewinnspiel einen Stoff und/oder einen Schnitt gewinnt, darüber öffentlich schreibt und auf die Produkte verlinkt, ist dies doch keine Werbung, oder?

CM: Wenn man über einen Stoff schreibt, den man gewonnen hat, besteht hierzu ja keinerlei Verpflichtung, also ist es ein normaler redaktioneller Beitrag. Man sollte hier jedoch offenlegen, woher der Stoff oder der Schnitt kommt, und vor allem sollte man dann bei einer Verlinkung deutlich machen, dass der Link aus dem redaktionellen Beitrag herausführt, zum Beispiel indem man schreibt, man habe den Stoff von hier, und dann einen Link zur Seit des Stoffherstellers setzt. Hierdurch ist ausreichend offengelegt, dass man nun die Seite des Blogs verlässt und auf eine Seite des Herstellers gelangt. Eine weitere Kennzeichnung ist nicht erforderlich.

Frage 8

EP: Angenommen, ich bewerbe einen Blogpost, der Werbung enthält, in anderen Social Media Kanälen. Muss ich bereits bei Facebook und Co. darauf hinweisen, dass der Blogpost, auf den ich verweise, Werbung enthält?

CM: Sie müssen nicht darauf hinweisen, dass der Blogpost Werbung enthält, insbesondere ist der entsprechende Hinweis auf Ihren eigenen Blog in entsprechenden Social Media Kanälen nicht als Anzeige zu sehen. Und wenn dann jemand Ihren Blog betritt, so wird er deutlich erkennen, wo sich Anzeigen befinden.

Von daher brauchen Sie keinerlei Bedenken haben, wenn Sie auf einen Blogpost verweisen.

Frage 9

EP: Verlinke ich einen Werbeblogpost intern in meinem Blog, muss dann auch schon vorher sichtbar sein, dass ich zu einem Werbeblogpost verlinke?

CM: Auch hier lautet die Antwort „nein“. Es ist ausreichend, wenn man beim ersten Blick auf den Werbeblogpost sieht, dass es sich um einen Werbeblogpost handelt. Der Link dazu oder der Hinweis dazu muss noch nicht als Werbung gekennzeichnet werden, denn durch den Link alleine haben Sie noch keine Werbung für ein Produkt gemacht, insbesondere auch noch keine Schleichwerbung. Von daher kann durch den puren Link auf einen eigenen Werbeblogpost noch kein Verbraucher getäuscht werden.

Zusammenfassung:

EP: Was sollte man als Blogbetreiber in Sachen Werbung wissen, wenn man Blogposts schreibt?

CM: Für Blogposts ist es aus meiner Sicht entscheidend, dass sich der Blogger seine grundrechtlich verbriefte Freiheit beibehält und nicht einer Zensur durch einen Hersteller unterworfen wird. In dem Moment, in dem der Blogger nicht mehr frei schreibt, sondern sich vom Hersteller in seinen Blog inhaltlich reinreden lässt, handelt er nicht mehr frei. Ab diesem Moment muss er zwingend den Blogpost als Anzeige deklarieren.

In allen anderen Fällen ist es unproblematisch, wenn innerhalb des Blogs deutlich gemacht wird, woher und auf welche Weise man das zu rezensierende Produkt erhalten hat. Denn in diesem Fall handelt es sich nicht um entsprechende Werbung für einen Hersteller, sondern tatsächlich um eine freie Meinungsäußerung des Bloggers.

Darüber hinaus sollte man bedenken, dass für den Fall, dass sogar der Hersteller selbst den Text, den der Blogger veröffentlichen soll, vorgeschrieben hat und, das Wort Anzeige nicht darüber geschrieben wird, nicht nur der Blogger, sondern natürlich auch der Hersteller abgemahnt werden kann.

Von daher nehmen Sie sich als Blogger die Freiheit, die Ihnen das Grundrecht zugesteht, und lassen Sie sich nicht von Herstellern in die Blogs reinreden.

EP: Wo und wie muss diese Werbung gekennzeichnet werden? Bitte Beispiele für Blog, Facebook, Instagram.

CM: Entscheidend ist hier, dass der Beitrag eindeutig als Anzeige deklariert wird. Der altmodische Gesetzgeber würde am liebsten das Wort Anzeige zu Beginn des Beitrags deutlich hervorgehoben sehen. Bisher gibt es jedoch noch keine einheitliche Rechtsprechung hierzu, sodass auch „Sponsored Blog“ durchaus möglich ist.

Immer wenn man ein Produkt erhalten hat, mit der Verpflichtung eine Werbung zu schreiben, bzw. gegen Entgelt eine entsprechende Werbung schreibt, dann muss dieser Blog deutlich als Werbung gekennzeichnet sein. Die Hinweise auf einen entsprechenden Blogpost lediglich in Facebook, Instagram oder Ähnliches müssen noch nicht gekennzeichnet sein, da darin ja nicht die Werbung für das Produkt sondern nur die Werbung für die Werbeanzeige beinhaltet ist.

Soweit man tatsächlich lediglich auf Facebook postet und das den eigentlichen Blogbeitrag darstellt, muss selbstverständlich schon zu Beginn des Facebookpost das Wort „Anzeige“, „Werbung“ oder „Sponsored Post“ stehen. Sollte jedoch auf Instagram oder auf Facebook bereits eine Weiterleitung auch zur Seite des Herstellers oder zur Seite des Schnittmusterlieferanten etc. stehen, der entsprechend eine Gegenleistung für den Post zur Verfügung gestellt hat, dann muss auch zwingend direkt zu Beginn auf den Werbecharakter hingewiesen werden.

Es gibt hier tatsächlich noch keine einheitliche Rechtsprechung, so dass man auf der sicheren Seite ist, wenn man einfach das Wort „Anzeige“ über den Post schreibt. Alternativ werden sich sicherlich auch „Werbung“ oder „Sponsored Post“ durchsetzen. Auf der sicheren Seite ist man mit dem Wort „Anzeige“.

Aber wie gesagt, sobald man das eigentliche, bezahlte Werbeposting auf seinem eigenen Blog platziert und lediglich innerhalb des Blogs oder von Facebook, Twitter, Instagram etc. auf den eigenen Blogbeitrag hinweist, ist es ausreichend, wenn zu Beginn des Blogbeitrags der Hinweis auf den Werbecharakter vorhanden ist.

EP: Was kann passieren, wenn man Werbung nicht wie oben angegeben kennzeichnet?

CM: Wenn man gegen die gesetzliche Verpflichtung, Werbung offen als solche zu kennzeichnen, verstößt, kann man von entsprechenden Verbänden oder Konkurrenten abgemahnt werden. In der Bloggerszene sind entsprechende Abmahnungen schon alleine wegen des möglichen Shitstorms kaum vorhanden, so dass zwar das Risiko, abgemahnt zu werden, aktuell gering ist, aber man muss es ja nicht darauf ankommen lassen. Für den Fall, dass man abgemahnt wurde, ist es aus unserer Sicht dringend ratsam, außergerichtlich eine Lösung zu finden. Die in den Abmahnungen gesetzten Fristen sind meistens sehr kurz, sollten aber unbedingt beachtet werden. In den seltensten Fällen ist es sinnvoll, es auf ein gerichtliches Verfahren ankommen zu lassen, da die Streitwerte, nach denen die Rechtsanwaltsgebühren und Gerichtskosten berechnet werden, meist exorbitant hoch sind.

Man darf nicht vergessen, dass man als Blogger nicht der eigentlich gegen das Wettbewerbsrecht Verstoßende ist, sondern der Verstoß durch den Hersteller begangen und man selbst als Erfüllungsgehilfe des Herstellers angesehen wird. In den meisten Fällen wird es jedoch kaum möglich sein, die Verantwortlichkeit des Herstellers für die verschleierte Werbung bzw. Schleichwerbung darzulegen, so dass immer der Blogger als „Bauernopfer“ herhalten muss.

Von daher sollte sich kein Blogger dazu verpflichten, Werbung für Hersteller zu machen, ohne zugleich auf den Werbecharakter hinzuweisen.

EP: Worauf sollten wir Blogger sonst noch achten?

CM: Ich kann nur nochmals betonen, dass man als Blogger sein Recht auf freie Meinungsäußerung auch wahrnehmen und sich keinesfalls zum Sprachrohr eines Herstellers machen sollte. Immer wenn man aber das Gefühl hat, man wird zum Sprachrohr eines Herstellers, ist dies der Moment, in dem man über den Blogpost auch das Wort „Anzeige“ setzen muss.

Des Weiteren empfiehlt es sich selbst dann, wenn es einem freigestellt war, über welchen Inhalt und wie man über ein Produkt schreibt und ob man überhaupt über ein Produkt schreibt, dass man seiner Leserschaft offen darlegt, dass man das Produkt geschenkt bekommen hat. Denn gerade diese Wahrhaftigkeit zeichnet das Vertrauen in den Blogger aus.

Für die Glaubwürdigkeit eines Bloggers gibt es nichts Schlimmeres, als wenn im Nachhinein herauskommt, dass er ein Produkt, welches er positiv rezensiert hat, vom Hersteller gerade dafür zur Verfügung gestellt bekommen hatte.

Bezüglich der Platzierung innerhalb der Suchmaschinen möchte ich noch zu bedenken geben, dass man Links zur Seite des Herstellers innerhalb eines Werbeblogposts, also einen mit „Anzeige“ überschriebenen Blogpost, am besten auch mit rel=“nofollow“ kennzeichnen sollte, damit man auch Google gegenüber deutlich macht, dass es sich hier um einen Werbepost handelt. Denn in letzter Zeit wird der PageRank von Blogs reduziert, wenn Google feststellt, dass man bezahlte Werbung schaltet, ohne diese entsprechend zu kennzeichnen. Und es ist ja bekannt, dass der Google-Algorithmus immer „menschlicher“ wird, und wenn Ihre Leser merken, dass es sich um bezahlte Werbung handelt und nicht um einen authentischen Beitrag, dann wird dies auch Google feststellen können.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Bloggen.

Matutis


Vielen Dank, dass Sie uns dieses wichtige Thema mit einfachen Worten erklärt haben.

Ganz schön viel Information auf einmal, oder? Wurden deine Fragen alle geklärt oder sind beim Lesen neue Fragen entstanden? Herr Matutis wird in dieser Woche die Kommentare unter diesem Blogpost mitlesen und falls Fragen zum Inhalt aufkommen, diese beantworten. Ein tolles Angebot, oder?

Keinen Blogpost mehr verpassen.

Erhalte per Email immer die neuesten Blogposts zugeschickt.

Powered by ConvertKit

38 thoughts on “Interview: Ab wann gilt ein Link als Werbung und wie muss diese gekennzeichnet werden?

  1. Liebe Elke,
    Vielen lieben Dank für diesen sehr, sehr informativen Beitrag! Viele meiner Fragen sind damit jetzt beantwortet und ich bin froh, dass mein Gespür in der Vergangenheit doch nicht ganz verkehrt war. Dieser Post wird gesichert und immer wieder gelesen! Danke dir!
    Liebe Grüße,
    Marina

  2. Hallo. Das ist interessant, bestätigt mich jedoch weitgehend in meinen Annahmen. Sehr informativ. Sehr nervig finde ich, wenn alles als Werbung gekennzeichnet ist. Einige Blogs erkenne ich z.B. auch ohne Hinweis als sehr Lillestofflastig und ich bin ja nicht unmündig. Freie Meinung kommt durch und ich freue mich, wenn neue Schnittr kommentiert werden oder Stoffe. Als Lesetin suche ich doch die Inspiration.

  3. Hallo!

    Ich hatte schon von dem Fragenaufruf gelesen und war sehr gespannt auf den Artikel. Ich habe ihn sehr gerne gelesen und fühle mich endlich gut informiert über das Thema! Vielen Dank für den großartigen Artikel!

    Schönes Wochenende, caro

  4. Hallo Elke,
    vielen Dank für die Organisation und Bereitstellung des Interviews! Endlich klipp und klar was nun „Sache“ ist 🙂
    Liebe Grüße,
    Bernadette

  5. Danke Elke, super, dass Du das mit uns teilst. Und wieder einmal bin ich froh, dass mein gesunder Menschenverstand nicht doch ganz unrecht hatte 🙂

    Liebste Grüße
    Miri

  6. Liebe Elke,

    vielen Dank für diesen Artikel!
    Oft habe ich mir diese Fragen gestellt und vorsichtshalber alle Posts als Werbung gekennzeichnet.

    Jetzt weiß ich genau, worauf ich achten muss.

    LG Sabrina

  7. Das ist super, dass es hier mal fachkundigen Rat gibt! Hab ja kaum oder eher gar nicht mit Werbung zu tun, aber das kam mir schon eher widersinnig vor, dass alle möglichen Posts als Werbung gekennzeichnet werden.
    Danke für Deine Mühe, das ist wirklich mal ein konstruktiver und für alle nützlicher Beitrag!
    LG Judy

  8. Wahnsinn!
    Vielen lieben Dank für diese Informationen und die Mühen die du dir damit gemacht hast. Ich bin wirklich sehr begeistert und habe nun auch endlich Klarheit, wo viele einen doch gerne verunsichern.
    Eine tolle Woche und liebe Grüße
    Susen

  9. Ganz herzlichen Dank, liebe Elke und auch an Herrn Matutis, für die klaren verständlichen Worte. Endlich wurden einmal alle offenen Fragen auf den Punkt beantwortet.
    Liebste Grüße!
    Jana

  10. Danke für diese ausführliche Erklärung! Das hat mir für meine Zwecke sehr viel weitergeholfen! Meine Fragen sind aller geklärt. Das war eine super Idee und schön das dein Anwalt hier so bereitswillig mitgemacht hat, finde ich toll!

    Lieben Gruß
    NähKäthe

  11. Super! 1000-Dank für diesen informativen und umfangreichen Post!
    Dein neues Blogdesign gefällt mir übrigens außerordentlich gut! 🙂
    GLG Biggi

  12. Vielen lieben Dank für diesen Beitrag zur rechten Zeit – ich glaube, dieser Beitrag war gestern (zu Recht) meistverlinkt in Facebook, Twitter & Co 🙂
    Liebe Grüße
    Sandra

  13. Wow, ganz toll! Genau diese Fragen habe ich mir schon öfter gestellt.
    Es zeigt deutlich, dass sich sehr viele Blogger nicht auskennen und grundsätzlich mal *Werbung* schreiben 😉
    Vielen herzlichen Dank an Herrn Matutis für die informativen aber für Laien klar verständlichen Antworten.
    Liebe Grüße
    Sarah

  14. Herzlichen Dank liebe Elke und Herrn Matutis für die informativen Antworten.

    Ich komme zwar nicht aus dem Stoffbereich doch auch aus der Kreativenrichtung.
    Wie verhält es sich denn wenn ich als Hersteller selber auf meinem Blog von den Produkten berichte, die ich in meinem kleinen Shop neu eingestellt habe. Gibt es da auch was zu beachten?

    Ganz ganz liebe Grüße Tina

    1. Wenn man als Hersteller auf seiner eigenen Herstellerseite (also nicht in einem vermeintlich neutralen und redaktionellen Blog, sondern auf einem Blog auf der Herstellerseite) über neue Produkte in seinem eigenen Shop schreibt, muss man diese Blogposts nicht extra als Werbung kennzeichnen, da der Nutzer ja weiß, dass er sich auf einer Herstellerseite, also einer kommerziellen Seite, befindet.

      Nur wenn der Nutzer nicht wüßte, dass er auf einer Unternehmensseite ist, wäre eine Kennzeichnung als Werbung erforderlich.

  15. Hallo Herr Matutis!
    Erst einmal vielen Dank für das Beantworten unserer Fragen!
    Ich hätte noch eine Frage, die nicht ganz zum Thema passt, möchte aber trotzdem die Gelegenheit nutzen, sie hier zu stellen.
    Wenn ich das Cover einer Zeitschrift fotografiere und auf meinem Blog zeige, reicht es, wenn ich die Zeitschrift namentlich als Quelle nenne oder verletzt das das Urheberrecht des Verlages?
    Gruß,
    Jennifer Nottebohm

    1. Das Fotografieren eines Covers einer Zeitung und dann eine Veröffentlichung des Covers verletzt die Verwertungsrechte des Zeitschriftenverlages und das Urheberrecht des Fotografen (im schlimmsten Fall sogar noch das Recht am eigenen Bild des Models).

      Bitte soetwas nicht machen, ohne die ausdrückliche Genehmigung des Zeitschriftenverlages (dieser wird im Zweifel für die anderen Rechteinhaber sprechen können).

      Etwas anderes wäre höchstens, wenn das Cover lediglich Beiwerk wäre. Wenn Sie z.B. die Zeitschrift auf einem Tisch liegen haben und diese dann bei der Fotografie des Raumes mit im Bild erscheint.

      Eine weitere Ausnahme wäre gegeben, wenn es sich bei der Fotografie des Covers um ein sog. Bildzitat handelt. Voraussetzung hierfür wäre aber, dass sich der Artikel mit genau diesem Cover inhaltlich auseinandersetzt. Es reicht nicht aus, dass das Cover nur Beiwerk oder eine Ausschmückung für einen Blogpost ist.

      § 51 UrhG sagt hierzu unter anderem, dass ein Zitat zulässig ist , wenn einzelne Werke (dies wäre z.B. so ein Cover) in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden.

      Also muss es sich bei dem Blog selbst um eine Art wissenschaftliches Werk handeln (ein reiner Werbeblog wird an diese Hürde scheitern, ein normaler redaktioneller Blog könnte diese Hürde jedoch meistern). Und das Bildzitat (Cover) muss zum Zweck der Erläuterung des Inhalts des Blogposts und nicht zu dessen Ausschmückung verwendet worden sein.

      FAZIT: Im Zweifel also lieber sich nicht darauf verlassen, dass ein zulässiges Bildzitat vorliegt und lieber nicht eine Urheberrechtsverletzung risikieren.

  16. ♥lichen Dank für die ausführliche und RECHTSsichere Information.
    Als kleine Bloggerin will Frau ja nun wirklich keine Probleme bekommen, nur weil sie „Just for fun“ bloggt. Ab und an einmal Probenäht oder -stickt.
    Schließlich leben ja gerade unsere Hobbys vom Austausch miteinander.

    ♥liche Grüße
    Ellen

  17. Vielen Dank für die vielen Informationen. Ich stehe mit meiner Näherei noch ganz am Anfang und natürlich zeigt man dann in seinem kleinen Blog oder auf seiner Facebookseite sehr gerne seine neuen Kreationen. Allen voran ist es für mich sehr wichtig, auch die rechtliche Seite sehr zu beleuchten. Von daher lieben Dank für den informativen Blogpost und herzlichen Dank an RA Matutis.

  18. Vielen Dank für diese wirklich sehr informative Zusammenfassung an Fragen, die sich sicherlich schon fast jede von uns gestellt hat!

    Mich würde noch interessieren, wie es sich mit einem Einheitstext bei einem Gewinnspiel zur Schnitt Veröffentlichung nach einem Probenähen verhält. Viele Ersteller fertigen oft einen Text an, in dem alle Infos und aufkommenden Fragen direkt beantwortet werden. Umhüllt ist das ganze dann meist im eigenen Stil.
    Sollte man hier dabei schreiben, dass es Werbung ist oder ist es logisch, da das Produkt ja verlost wird und somit eher hinfällig?

    Vielen Dank schon einmal!
    LG

    1. Sie müssen die Bedingungen der Teilnahme sehr transparent darlegen. So dass ein entsprechender Text zwingend erforderlich ist.

      Der Text steht aber immer im Zusammenhang mit der Gewinnspiel, so dass alle Voraussetzungen in Bezug auf „Schleichwerbung“ die für das Gewinnspiel gelten auch zugleich für diesen Texte anzuwenden sind.

      Wenn Sie selbst das Gewinnspiel durchführen, dann ist es keine Werbung für einen Dritten, sondern dient dazu, dass Sie selbst mehr Besucher o.ä. erhalten. Dann muss auch nicht extra das Wort „Anzeige“ oder „Werbung“ über das Gewinnspiel gesetzt werden.

      Wenn aber Sie auf ein Gewinnspiel, welches von einem Dritten durchgeführt wird, mit Ihrem eigenen Texten hinweisen, dann wird dies wiederum Werbung, so dass ich dann auch über den Text den Hinweis „Anzeige“ oder „Werbung“ setzen sollten.

  19. Hallo 🙂
    Mich würde bei der aktuellen Debatte interessieren, ob ich auf meinem Blog/FB-Seite, auch im Rahmen von einem Probenähen, Stoffe zeigen darf, die für den Verkauf nicht zulässig sind. Sogenannte Lizenzstoffe. Danke und viele Grüße

    1. Die Frage, die man sich hier stellen muss ist: „Warum darf ich den Stoff eigentlich nicht verkaufen?“
      Die Antwort lautet: „Weil mir hierzu die Lizenz des Markeninhabers oder Urhebers fehlt, dessen Motiv ich verwende.“

      Wenn ich nun ein Motiv verwende um es auf einem Kleidungsstück zu vermarkten oder einfach nur ein Bild des Motives um damit meinen Blog zu vermarkten, dann ist hierzwischen kaum ein Unterschied.

      Fazit: Sobald ein BLOG (z.B. durch Affiliates oder sonstige Werbung) nicht mehr zu 100% privat ist, kann ich damit auch Marken verletzen. Somit darf ich ohne die Erlaubnis des Markeninhabers auch seine Marke nicht verwenden.

      Und jetzt kommt es noch schlimmer:
      Marken kann ich nur verletzen, wenn ich gewerblich handle. Urheberrechte hingegen kann ich auch als Privatperson verletzen. Wenn ein Motiv urheberrechtlich geschützt ist und ich dieses nicht vom Urheber gekauft, sondern nachgemacht habe, dann kann ich sogar als rein privater Blogger Probleme bekommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.