Mein minimalistischer Kleiderschrank – #myessentials 2017

Mein Kleiderschrank wird derzeit immer leerer. Einerseits fallen Teile raus, die mir zu eng geworden sind, andererseits fallen Teile raus, die ich nicht trage oder die abgetragen sind. Mein Kleiderschrank wird auch deswegen immer leerer, weil ich nicht nachproduziere. Dass meine Garderobe so minimalistisch geworden ist hat sich einfach so ergeben. Ich komme momentan mit 4 Strickjacken, 4 Hosen und ein paar Shirts sowie einer Bluse aus. Die Pullis, die du unten siehst, trage ich an ganz kalten Wintertagen eher weniger. Einige Teile habe ich schon seit Jahren und das sieht man mittlerweile.

Willkommen also zurück in meinem mittlerweile minimalistischen Kleiderschrank! Es ist mal wieder Zeit für die #myessentials Reihe mit Sindy, Eveline, Marina, Lena und Steffi. Ich bin schon sehr gespannt, wie es bei ihnen im Kleiderschrank aussehen mag. Kommst du mit auf die Tour durch unsere Garderoben und Garderoben-Gedanken?

Mein Kleiderschrank von innen

(Bild oben) von links: Riley Hoodie / Malou Longhoodie / Strickjacke gekauft / Oversized Cardigan / Cardison (coming soon) / Strickjacke gekauft / Bluse Mila / Drape Drape Kleid / Dropje Weste / Superdry Karohemd / Strickpullover gekauft

Bei Strickjacken habe ich eine Vorliebe für grau. Das ist mir erst so richtig bei diesem Foto bewusst geworden. Von den 11 Teilen, die dort hängen, sind vier davon graue Strickjacken. Ok, die eine ist eher taupe, aber es gibt ein Muster.  Und immer, wenn ich überlege, mir eine neue Strickjacke zu nähen, denke ich nur in Grautönen.

minimalistischer Kleiderschrank: Hosenvon oben: Cassie Pants rosa / Cassie Pants jeans / Cassie Pants grau

Zu den Hosen gibt es wie immer nicht viel zu sagen. Die sind einfach meins. Schon seit ich die erste davon 2014 genäht habe. Alles, was ich an Oberteilen habe, passt dazu. Ich mag die engen aber sehr bequemen Bikerleggings. Dazu passen weite Oberteile aber eben auch schmale längere. Kurze Oberteile vermeide ich mittlerweile. Die rosa und die graue Hose sind beide aus stretchigem Wildlederimitat. Anfangs hatte ich Bedenken, dass sich dieser synthetische Stoff auflädt und sich auf der Haut fies anfühlen könnte. Auch wenn ich sonst kein Fan von Kunstfasern bin, dieses Zeug würde ich für diese Hosen immer wieder wählen. Es nutzt sich nicht ab, bisher habe ich keine bleibenden Flecken drin, auch nicht in der hellen Hose und sie leiern nicht aus.

Ach ja, eine Jeans besitze ich noch, die ist mir leider etwas eng geworden.

von links oben nach rechts unten: Just Another Tee / V-Raglan / ShirtBOX / gekauft / V-Raglan / ShirtBOX / burda / Linden Sweatshirt / Karl

Kleider und Röcke trage ich nur im Frühling und Sommer. Das Karl Kleid gehört nicht so richtig in den Winterstapel.

Farben

Farblich kristallisieren sich immer mehr die Blau- und Grautöne heraus. Rosa verliert ein bisschen seine Stellung. Das passiert nicht bewusst, das ergibt sich aus dem was übrig bleibt im Schrank. Vielleicht reduziere ich mich ja damit auf das für mich Wesentliche?

Da ich momentan an meinem neuen „Cardison“ Schnittmuster arbeite und der Blusen-Sew-Along ansteht, bleibt mir nicht viel Zeit, mehr als das zu nähen. Das erschwert das Wieder-Auffüllen der Garderobe. Wobei sich natürlich auch meine Cardison Beispiele und die Bluse in die Garderobe einfügen werden. Meine Bluse beim Sew-Along wird weiß.

Jaahaaa. Eine weiße Bluse. Wer hätte das gedacht? Die erscheint doch auf jeder zweiten Must-Have-Essentials-Liste bei Pinterest. Vielleicht hatte ich genau deswegen bisher eine innere Abwehr dagegen oder vielleicht, weil mich weiße Blusen zu sehr an mein Arbeitsleben vor den Kindern erinnerten. Wie auch immer, in letzter Zeit habe ich immer wieder Outfits mit weißer Bluse gesehen, die ich gut fand. Leger kombiniert, zu Jeans etc. Also zieht jetzt ein „Must-Have“ in meinen Kleiderschrank ein.

Generell habe ich mehr Lust auf weiß, bzw. off-white. Neutraler kann eine Farbe ja fast nicht sein, was natürlich praktisch ist für die Kombinationsmöglichkeiten. Außerdem stelle ich mir das einfach noch mal wie einen Frischekick für die gedämpften Blau- und Grautöne vor.

Aber halt! Was für mich (möglicherweise) ein Must-Have ist, kann für dich eventuell ein „Must-Not-Have“ sein. Lass dir nichts einreden von irgendwelchen Magazinen oder Blogs. Oder von mir. Jeder muss für sich seine eigenen Must-Haves finden, aber ich finde es immer sehr inspirierend, die Garderoben von anderen Frauen zu sehen, daher zeige ich auch  meine.

Abnutzung und Reparatur

Ich sage es lieber gleich. Ich hasse es, Kleidung auszubessern. Aber, wie oben schon erwähnt sind manche Teile nicht mehr so richtig schön. Knötchen auf den Strickjacken, ein Knopf halb abgerissen, Ellenbogen ausgebeult, solche Sachen eben, die den Spaß am Tragen und die Optik etwas dämpfen. Das ist eben der Nachteil, wenn man so wenige Teile hat und sie daher ständig trägt. Sie nutzen sich ab.

Ich werde mich mal der Knöpfe und Knötchen annehmen und gucken, wie gut mir die Sachen dann noch gefallen.

 Was fehlt

Oberteile

Mehr Blusen möchte ich haben. Meine graue Bluse trage ich sehr häufig und mag sie auch gerne, aber sie hat so ein paar kleine Mängel, die ich bei der nächsten Bluse besser machen möchte. Eine ist halt einfach zu wenig.

To Do:

  • weiße Bluse ohne Kragen (beim Blusen-Sew-Along ab 22.1.)
  • Hemdbluse eventuell in Tunikalänge aus Jeans mit Kragen (Nähcamp-Projekt)
  • Strickjacke „Opal Cardigan“ (nicht schon wieder grau…. oder doch?)
  • Drape Drape Kleid in offwhite (hinsichtlich Fleckengefahr mutig bis leichtsinnig, aber dennoch…)
  • Dotty Bluse in dunkelblau

Hosen

Meine einzige Jeans ist mir zu eng. Ich hätte gerne eine neue.

To Do:

  • Jeans kaufen: schmal, hellblau, used Look, aber ohne Löcher

Accessoires

Ich wiederhole mich bei dem Thema.  Immer wieder. Ich wollte doch in Sachen Accessoires richtig aufstocken. Stattdessen ist das gleiche wie beim Kleiderschrank passiert. Es wird immer weniger. Meine Kinder sind schuld. Das Kleinste hat leider, leider eine schöne Kette aus Botswana geschrottet und mein größtes Kind eine lange Quastenkette geschleudert bis alles abfiel. Und dann hat der Staubsauger noch etwas verschluckt…

To Do Kaufen:

  • 2 lange Ketten mit Quasten oder ähnlichem Klimbim. Einmal neutral, einmal bunt (also Elke-bunt).
  • 1 kürzere zierliche Kette in silber mit Anhänger
  • 1 Kette mit mehreren Lagen (oder die einzelnen Ketten machen die mehreren Lagen?)

Schuhe

Und Schuhe? Aaaach, lassen wir das. Ich habe immer noch die gleichen vom letzten Jahr. Aber immerhin kein Schwund.

Vor ein paar Tagen habe ich mir allerdings ein paar personalisierte Sneaker bestellt, die erst in 5 Wochen geliefert werden. Das macht aber nichts, weil ich sie im tiefsten Winter sowieso nicht tragen würde. Naja, eigentlich finde ich es doch schlimm, weil ich es natürlich kaum erwarten kann, sie anzuprobieren und mich darauf zu freuen sie im Frühling zu tragne. Wie meine Bluse werden die Schuhe weiß mit einer klitzekleinen Personalisierung. Bei nike.com kann man verschiedene Modelle ganz nach dem eigenen Geschmack gestalten. Coole Sache.

Und bei dir?

Hast du Lust auf ein kleines Spiel? Stell dich vor deinen Kleiderschrank und stelle dir vor…

…, du müsstest 3 Teile aus deinem Kleiderschrank weggeben. Welche wären das?

…, du müsstest für lange Zeit weg und dürftest nur 3 Teile mitnehmen. Welche wären das?

Stell dir doch einfach mal diese Fragen. Und stell sie immer wieder, bis du nur noch 3 Teile aus jeder Kategorie übrig hast (Jacken, Oberteile, Hosen, Röcke, Kleider, Schuhe…). Bleibt da nicht das übrig, was deinen Stil ausmacht?

Kommentiere gerne was bei der Übung herausgekommen ist oder wie generell der Stand deines Kleiderschrankes aussieht. Was ist der Status Quo und wo möchtest du hin? Welchen Weg möchtest du gehen?

Du kannst dich hier unter diesem Beitrag auch mit eigenen Blogbeiträgen zum Thema verlinken.

Wir freuen uns darauf, von dir zu lesen.

Herzliche Grüße,

Elke



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18 thoughts on “Mein minimalistischer Kleiderschrank – #myessentials 2017

  1. Oh, die Übung ist wirklich interessant.
    Beim Weggeben hätte ich eher Probleme nur 3 Teile festzulegen. Da habe ich tatsächlich deutlich mehr für meine nächste Aussortierungsrunde vorgemerkt. 😉
    Und bei den 3 Teilen pro Kategorie? Eigentlich auch easy -teilweise habe ich auch gar nicht mehr im Schrank 😉 Bzw. Röcke = 0 und Kleider auch nur zwei. Hosen sind ganz klar meine blaue + sandfarbene Jeans, meine Ludwig Lässig. Schuhe trage ich auch immer die selben 2 Paare… Ich hänge nur an meine beiden selbstgenähten Mäntel, die anderen zwei sind reine Funktionsteile . Bei bei den T-Shirts und Cardigans wird es schon schwieriger. …
    Wenn du magst, kannst du gerne bei mir vorbeischauen. Ich habe heute früh auch mein Up-Date zum Thema Stil und #myfallessntials gepostet.
    Liebe Grüße Miriam

  2. Oh ja, das mit den abgenutzten Sachen kenne ich auch. Da sollten bei mir auch manche Teile repariert oder ersetzt werden, aber das finde ich meist nicht so spannend… Tja, und das mit dem Schmuck hat bei mir auch aufgehört, seit ich Mutter bin – ich vermisse es aber auch nicht…
    Eine weiße Bluse – und off-white generell – kann ich mir an Dir gut vorstellen, ich bin gespannt. Auf jeden Fall hast Du aber Recht, dass „Must-haves“ immer ganz persönliche Bedeutung haben und nicht verallgemeinert werden können. Morgen zeige ich dann noch meine geplanten „Herzensprojekte“ für die nächste Zeit…
    lg, Steffi

  3. Ein toller Post, liebe Elke. Gestern habe ich noch gesagt, nach dem Urlaub muss ich unbedingt den Kleiderschrank (ähm, die Kleiderschränke) ausmisten. Darin befinden sich locker an die 60 Blusen, 20 Jeans, Pullover und Shirts in Hülle und Fülle. Manchmal finde ich irgend ein Teil im Stapel, das ich längst vergessen hatte. Dann frage ich mich wieder wo all dieses Zeug herkommt und auch beim Bügeln wird mir schmerzlich bewusst, dass es zu viel ist. Und natürlich passt auch nicht mehr alles.
    Weiße Blusen liebe ich auch….man sieht da so aufgeräumt aus 😉 Die behalte ich auf jeden Fall.

    Viele liebe Grüße
    Steffi

  4. Liebe Elke,
    wie immer ein so gehaltvoller und inspirierender Post von dir! Deine Garderobe wirkt sehr stimmig auf mich und du wirkst – verglichen mit den #myessentials-Posts von vor einem Jahr – so viel zufriedener und in dir ruhender auf mich. Das freut mich total für dich.
    Auf deine Nähprojekte bin ich sehr gespannt. Eine Jeanshemdentunika kann ich mir gerade in Kombination mit den Bikerleggings sehr toll vorstellen. Genauso die geplante Stehkragenbluse in offwhite. Und dass das drape drape Kleid dir großartig steht finde ich auch. Warum also immer vernünftig sein? Ich bin sicher, dass du in dem weißen Kleid fantastisch aussehen wirst!
    Ich bin beruhigt zu lesen, dass du mit den Accessoires genauso wenig weiter gekommen bist wie ich. Aber irgendwo müssen wir uns ja auch noch steigern können 😉
    Ich freue mich, dich weiter auf deinem Weg begleiten zu dürfen und bin gespannt, was da kommt. Liebe Grüße, Lena

  5. Elke, ich finde deinen Post total erfrischend! Da kommt null Druck entgegen, sondern vielmehr entspanntes Sein mit den wenigen Teilen, die da sind.
    Ich muss deine Übung unbedingt ausprobieren. Vielleicht schaffe ich es sogar Outfit-Bilder zu knipsen.
    Übrigens: Ich könnte mir total gut eine Bluse in Offwhite an dir vorstellen. Ich bin schon jetzt gespannt auf deinen Blusen sew-along!
    Alles Liebe
    Eveline

  6. Liebe Elke,

    mein Kleiderschrank ist nicht so minimalistisch wie Deiner, hat aber mittlerweile trotzdem so etwas wie einen „roten Faden“, weil auch ich immer mehr nach Plan nähe und nicht mehr einfach drauflos. Bei mir geht es bei dem Gezeigten vor allem um Farben und Muster.

    Auf Deine weiße Bluse bin ich gespannt – das ist so ein Kleidungsstück, das ich auch nie nähen wollte, das aber wirklich sehr kombinationsfreudig ist und an vielen Frauen sehr chic oder sehr lässig aussieht, je nach Schnitt. Vielleicht wäre das auch für mich ein schönes Projekt…

    Viele Grüße!

    1. Weißt du was? Ich hätte sogar mehrere weiße Blusenvarianten im Kopf. Für den Sommer aus leichtem Leinen, doppellagig aus ganz zartem Stoff… Du findest bestimmt noch deine Inspiration!

  7. Liebe Elke,
    Beim Einräumen meines Kleiderschrankes werde ich deine 3erRegel mal anwenden. Bin sehr gespannt. Zunächst bin ich stolz auf meine Bestandsaufnahme, die mich schon echt verblüfft hat.
    Das Aufräumen geht weiter.
    Ich wünsche dir ein wildes und buntes Wochenende. Lass es ordentlich krachen!! 😀
    Sonnige Grüße
    Bine

  8. Einfach toll, was sich hier getan hat! Schön, wie das alles zusammenpasst, was da ist, und die Pläne hören sich auch gut an. Abnutzung und Reparatur, ja, das kann ich gut nachvollziehen. Ich habe ja auch gerade nur sehr wenig Kleidung, und das Wenige nutzt sich schon schnell ab. Wie auch immer, du klingst sehr entspannt, und ich bin sicher, dass das eine oder andere gut dazupassende Stück seinen Weg wieder in den Schrank finden wird. Eine feine Aktion, die #myessentials, so unglaublich inspirierend! lg, Gabi

  9. Hallo Elke, vielen Dank für den Tipp mit den personalisierten Sneakers. Habe ich doch gleich umgesetzt!!!
    Mein Kleiderschrank ist übrigens noch ganz schön voll. Ich habe es auch nicht so mit schwarz, weiß, grau, sondern liebe Farben…. Da kommt dann was zusammen. Außerdem habe ich jetzt auch mehr Zeit zum Nähen. Aber ich werde doch mal demnächst ausmisten!
    Liebe Grüße
    Bärbel

  10. Seit 1,5 Jahren bin ich dabei mir eine perfekte Garderobe aufzubauen. Jedes Teil wird überprüft und es kommt nur noch rein, was 100% reinpasst. Allerdings gibt es altes, was keine 80% passt, aber ich hänge trotzdem zu arg dran oder habe noch keinen passenden Ersatz. Aber so minimalistisch – das schaffe ich nicht. Dafür unterscheide ich auch kaum zwischen den Jahreszeiten, versuche eher Alljahreszeitentauglichkeit herzustellen.

    So Fleckenresistente Hosen wären auch was für mich. Gerade heute mal wieder: frisch aus dem Schrank gezogen, gleich wieder die ersten Flecken auf der Arbeit drauf (Kinder!). Hachja, das ist wohl ein Grund, warum mein Kleiderschrank eben nicht minimalistisch ist 😀

    Danke für deinen tollen Einblick und deine immer wieder neu inspirierenden Beiträge
    (was bis jetzt immer nur stille Mitleserin) 🙂

    Liebe Grüße,
    Maria

  11. Liebe Elke,

    vielen lieben Dank für das Teilen dieser Übung! Finde sie toll – da mir momentan einfach die Zeit fehlt, meinen Kleiderschrank „mal in Ruhe und gründlich auszumisten“. Für je 3 Teile findet sich aber immer wieder sicher Zeit. Baby steps halt. 😉
    Bin gespannt was es bewirkt und freue mich auf Platz, Platz und Platz im Schrank!

    Lieben Gruß
    Grace

  12. Liebe Elke,
    ich bin total happy, dass ich gerade deinen Blogartikel mit dem Link-Up zum Thema Capsule Wardrobe entdeckt habe. Mit dem Thema beschäftige ich mich nämlich auch aktuell sehr intensiv und schneidere gerade fleißig an meinen Frühlings Essentials.
    Toll, dass es hier so eine super Sammelstelle rund um das Thema gibt! Danke dafür 🙂
    Liebe Grüße,
    Wiebke

    1. Hallo Wiebke,
      herzlich Willkommen! Ein sehr spannendes Thema, das stimmt. Und man kann sich wirklich über einen langen Zeitraum damit befassen und lernt einiges über sich selbst.

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