Stilsicher nähen – Einladung in die Facebook Gruppe

Als ich letztens am Kiosk in der Schlange stand um meine Post aufzugeben, hatte ich Zeit, mir die Magazine in der Auslage anzusehen. Mir ist dabei aufgefallen, wie sehr ich mich von den typischen Mode- und Frauenzeitschriften entfernt habe. Vor einigen Jahren war das noch anders. Da habe ich mir regelmäßig solche Zeitschriften vom Kiosk mitgenommen und auch gerne gelesen. Mittlerweile langweilen mich die meisten sogar, selbst wenn ich sie gratis beim Zahnarzt lesen kann. Vieles ist so abgedroschen. Und die Hälfte besteht sowieso nur aus Werbung.

Warum ist mein Interesse an dieser Art von Texten und Bildern verflogen?

Es hat sicherlich damit zu tun, dass ich meine Kleidung meistens selber nähe und mich eher von Blogs inspirieren lasse. Man kann aber nicht sagen, dass sich der Inhalt nur von einem analogen auf ein digitales Medium für mich verlagert hat, denn die Blogs, die ich gerne lese haben inhaltlich nur selten Ähnlichkeit mit Cosmopolitan, Vogue oder Brigitte & Co. hauptsächlich liegt es daran, dass ich eine andere Einstellung zur Mode und mir selbst gefunden habe und ich mich nicht mehr verpflichtet fühle Trends hinterherzujagen. Manchmal folge ich einem Trend wenn ich Lust darauf habe. Wenn er zu mir passt. Natürlich lasse ich mich auch beeinflussen. Ich möchte ja auch inspiriert werden, aber ich möchte nicht mehr kopieren und ge-Photoshop-te Frauen anschmachten.

- enthält Affiliate Links -

Ich möchte ich selbst sein. Etwas anderes kann ich sowieso nicht. Und das möchte ich auch nach außen zeigen. Stilsicher möchte ich sein, aber was genau heißt das?

Vermutlich verbindet man mit dem Begriff „Stil“ hauptsächlich Äußerlichkeiten. Aber Stil hat mehrere Facetten. Innere und Äußere. Eine Tasche kann für sich stilvoll aussehen, aber wirklich Stil bekommt sie erst wenn sie in einen gut gewählten Gesamtkontext passt, in ein stimmiges Outfit. Es hat aber auch Stil anderen zu helfen, wenn sie Hilfe brauchen. Stil kann man auch zeigen in der Art und Weise wie man sich gibt.

Das Thema Stil schwingt bewusst oder unbewusst bei jedem neuen Nähprojekt mit. Die Frage danach, was zu mir passt und mich gut aussehen lässt bewegt mich dabei. Aber eben nicht mehr auf diesem Zeitschriften-Niveau, sondern irgendwie tiefer.

Daran ist Stilberaterin Katharina nicht ganz unschuldig. Denn entgegen meiner Erwartungen startete sie ihren Online-Kurs nicht mit dem Vermessen des Körpers, mit Farben und Stiltypen, also reinen Äußerlichkeiten, sondern mit dem Herzen. Sie sagt immer:

“Schönheit beginnt im Herzen, und geht erst dann vom Kopf bis zu den Füßen”.

Da musste ich meine Komfortzone ganz schön verlassen, als ich mit ihren Übungen zur Verbesserung der inneren Einstellung anfing. Aber tatsächlich konnte ich so in eine neue Komfortzone gelangen. In eine, in der ich mich mit mir selber wohler fühle. In der ich „JA“ zu mir sage. Das gelingt mir natürlich nicht immer. Es ist tagesformabhängig, aber wie bei so vielen Dingen im Leben wird es durch Übung besser.

Mittlerweile finde ich es auch nicht mehr schlimm 40 zu sein. Wo wir beim Zahlenkult in unserer Gesellschaft angelangt sind. Wer die „richtigen“ Zahlen hat, kann ja nur glücklich werden, oder?

  • die „richtige“ Körpergröße in cm
  • das „richtige“ Gewicht in kg (ein gewichtiges Thema)
  • das „richtige“ Alter in Jahren
  • der „richtige“ BMI in … ja was eigentlich?

Und warum sind auch die, die die vermeintlich „richtigen Zahlen“ haben auch nicht glücklicher als der Rest der Welt? Warum sind sie von den gleichen Zweifeln geplagt?

Ende letzten Jahres habe ich also mit der großen Vier vor der Null gehadert und das war vermutlich auch der Grund, warum mich Katharinas Kurs so angesprochen hat. Sie hat mich zur richtigen Zeit in der richtigen Situation abgeholt und mir einen Schritt weiter geholfen. Jetzt bin ich mir sicher, dass das nächste Jahrzehnt ziemlich cool werden wird. Dass ich mehr ich sein werde.

Nun kann man natürlich sagen, dass Gewicht und Größe nur Äußerlichkeiten sind. Stimmt. Auf den ersten Blick schon. Wie wir damit umgehen geht aber viel tiefer. Unsere Gedanken, Zweifel und negativen Selbstgespräche wirken sich auf unser Aussehen und dami auch auf unser Umfeld aus. Bei mir kristallisiert sich langsam die Erkenntnis heraus, dass ich mit meinen Gedanken und dem daraus resultierenden Verhalten meine Kinder beeinflusse. Vor allem meine Tochter, für die ich vermutlich noch ein paar Jahre lang ein Vorbild sein werde. Sie wird viel von mir übernehmen.

Möchte ich, dass sie in 20 Jahren genau so selbstkritisch und selbstvernichtend vor dem Spiegel steht wie ich es jahrelang getan habe? Möchte ich, dass sie ihr persönliches Glück von einer Zahl auf der Waage abhängig macht? NEIN.

Seit ich Kinder habe merke ich, wie viel ich selbst von meinen Eltern übernommen habe. Das bedeutet für mich, dass ich meinen Kindern dieses Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, das ich ihnen wünsche, auch vorleben muss, damit sie es übernehmen können. Diese Erkenntnis motiviert mich ungemein, an mir zu arbeiten und selbstbewusster zu werden. Ich stehe deswegen nicht den ganzen Tag vor dem Spiegel und versuche besonders schön zu sein, sondern konzentriere mich lieber auf die Sachen die ich an mir mag und die ich gerne tue.

Katharina Maier möchte Frauen ihr Selbstvertrauen zurückgeben. Sie wieder zu ihrem eigenen, irgendwo verborgenen, Stil zurückführen. Sie möchte, dass sie das Vertrauen in sich selbst und das eigene Aussehen wieder entdecken ohne das Gefühl zu haben, dass sie in eine Schublade gesteckt werden.

Als Kind standen wir doch alle vor dem Spiegel und haben uns ganz unbefangen angeschaut. Diese Offenheit uns selbst gegenüber geht leider mit der Zeit verloren und ich merke sogar an meinen Jungs, die noch in die Grundschule gehen, wie stark ihr Selbstbild schon durch die Medien „versaut“ ist. Da wird der eigene Wert an der Ausgeprägtheit der Bauchmuskulatur gemessen.

Ich finde Katharinas Mission toll und unterstütze sie daher beim Verkauf ihres Kurses als Affiliate Partner.

Stilsicher nähen – Facebook Gruppe

Vor dem letzten Kurs habe ich immer wieder Fragen bekommen von Leserinnen, die sich unsicher waren, ob sie den Kurs mitmachen sollen oder nicht. Ob der Kurs den Preis wert ist, was die genauen Inhalte sind und was in der Gruppe passiert.

Deswegen habe ich eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Stilsicher nähen“ eingerichtet, zu der ich dich herzlich einlade. Hier können wir über solche Themen und über Katharinas Online-Kurs quatschen. Sie wird am 2.5. um 10 Uhr vormittags auch per Live-Video dabei sein. Ein guter Moment um sie zu löchern. Außerdem wird eine Teilnehmerin aus dem letzten Kurs am 3.5. erzählen, wie ihr der Kurs geholfen hat.

Die Gruppe ist zeitlich begrenzt und wird am 8.5. wieder aufgelöst. Bis dahin haben wir Zeit, uns auszutauschen zum Thema Stil und Nähen und allem was dazugehört. Denn für uns Näherinnen geht die Frage nach dem äußeren Stil ja noch einen Schritt weiter als für andere. Wir ziehen uns nicht einfach eine Klamotte im Laden an und entscheiden dann innerhalb kurzer Zeit, ob wir sie kaufen oder nicht. Wir drehen einen ganzen Kinofilm im Kopf, treffen Vorbereitungen wie Materialeinkauf, nähen mitunter stundenlang bis wir das Shirt, Kleid oder die Hose anziehen können.

Ich würde mich freuen, wenn du mit in der Gruppe dabei bist. Ach, und übrigens läuft am 11.5. der Film „Embrace“ in ausgewählten Kinos (Trailer s. unten). Wollen wir uns den anschauen?

Liebe Grüße,

Elke

Weiterführende Links:

Erfahrungsbericht „Stilsicher in 8 Wochen“

Kinotrailer für den Film „Embrace“ der nur am 11.5. in ausgewählten Kinos läuft.

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3 thoughts on “Stilsicher nähen – Einladung in die Facebook Gruppe

  1. Liebe Elke!
    Das ist sehr schön geschrieben!!!
    Ich hab in den letzten 1 1/2 Jahren auch viel mit der 40 gehadert, mit meinem Körper eh schon immer, weil definitiv nicht Katalog-Maße.
    Aber: wer hat die schon?!! Das sehe ich vor allem durch die Nähblogger.
    Die 40 ist also vielleicht besser denn je, weil wir so „gut“ mit uns sind, wie wir es noch nie waren. Und uns ja zum Glück noch immer entwickeln. Wir haben ja noch mindestens die Hälfte des Lebens vor uns 🙂
    Liebe Grüße!
    Andrea

  2. Hallo liebe Elle, erstenmal herzlichen Dank für das Cardiganschnittmuster.
    Die Tunika schaut super aus und ich freue mich auf den Schnitt.Meine Tochter auch.
    Liebe Grüße aus der Oberpfalz von Helga

  3. Liebe Elle , danke für deine Gedanken. Das mit der 4 vor der Null war für mich bedeutend einfacher als die 30, das hängt vermutlich damit zusammen, dass sich in den Jahren dazwischen mein Leben deutlich stabilisiert hat. Allerdings ist man allmählich in dem Alter von „das kann ich nicht mehr tragen, dafür bin ich zu alt“. Das kann bedingt sein durch die Knochen, die bei high heels nicht mehr mitmachen, durch das Einsetzen der Schwerkraft, durch die ohnehin schon immer vorhandenen Problemzonen oder – und vor allem – durch Vorbilder in Zeitungen, Zeitschriften und auch in der Familie oder im Job. Seit ich selber nähe und blogge, befreie ich mich durch neue Vorbilder von diesen „Zwängen“, nähe Kleidung, in die ich passe und in der ich mich wohlfühle und langweile mich genau wie du beim Durchsehen der üblichen Frauenzeitschriften .
    Eigentlich doch toll, oder?

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