Blog-Serie: Mehr Klarheit im Kleiderschrank

Es gibt Neujahrsvorsätze, die sind gleich am 1.1. schon hinfällig. Bei mir wäre das zum Beispiel „keine Schokolade mehr essen“. Dann gibt es aber Vorsätze, wie „den Kleiderschrank ausmisten“, die ich gerne umsetze. Weil ich mich so gerne damit beschäftige, wird es hier in den kommenden Wochen um mehr Klarheit im Kleiderschrank gehen. Fühl dich eingeladen mitzumachen! Im Rahmen dieser Serie werde ich ausmisten, neue Kleidungsstücke zeigen, meine Gedanken und Erfahrungen zur Stilfindung mit dir teilen und vielleicht auch etwas experimentieren. Vieles wird sich erst beim Schreiben ergeben.

In meinem Büro stapeln sich gerade schon die ersten Sponsorenpakete für die Nähcamps in Hamburg und Bremen. Die Produkte inspirieren mich und passen auch gut zu dieser Blog-Serie. Deswegen werden sie auch hier mit einfließen. Lass dich überraschen!

Blog-Serie: Mehr Klarheit im Kleiderschrank

Obwohl ich schon ziemlich viele Lieblingsteile im Kleiderschrank habe, ist nicht jeder (Näh-)Schuss ein Treffer. Mal liegt es am Stoff, mal am Schnitt, mal aus einer ungünstigen Kombination von beidem. Dabei nähe ich jetzt schon seit 5 Jahren für mich und beschäftige mich fast genauso lange mit der Frage nach meinem Stil. Richtige Wintersachen wie dicke Winterpullis nähe ich nicht so gerne. Bisher komme ich auch gut mit meinen Lagen zurecht und wenn es wieder richtig kalt wird, dann habe ich immer noch meinen Kuschelhoodie, den ich vor ein paar Jahren genäht habe und immer noch genauso gerne trage wie am ersten Tag. Ich nähe lieber weiterhin Kleidung, die ich in Lagen tragen kann.

Ich habe mir eine grobe Unterteilung für die Blog-Serie überlegt. Zuerst wird ausgemistet und dann schaue ich, wie der bereinigte Bestand aussieht. „Der bereinigte Bestand“ klingt ganz schön bürokratisch und nüchtern, oder? Dabei ist der Inhalt eines Kleiderschrankes oft emotional behaftet. Gerade wenn der Großteil der Sachen selbst genäht ist, fällt es schwer sich zu trennen. Ich möchte gerne mal wissen, wie viele Stunden ich schon damit verbracht habe, meine Garderobe zu fertigen. Aber andererseits auch wieder lieber nicht.

Welche Themen erwarten dich also in den kommenden Wochen?

11.1./ Ausmisten: Should I stay or should I go?

18.1./ Wie stelle ich mir meinen Stil vor?

25.1./ Welche Kombinationen ergeben sich aus dem Vorhandenen?

1.2./ Was ist die Lücke zwischen Status Quo und meinem angestrebten Stil?

8.2./ Wie möchte ich die Lücken füllen?

Ich schwanke allerdings noch bei der Reihenfolge von 1/ und 2/. Was kommt zuerst, die Bestandsaufnahme oder die Frage nach dem gewünschten Stil? Oder geht beides Hand in Hand nebeneinander her? Meine Ideen und Gedanken zu den einzelnen Posts lasse ich erst einmal sacken bis ich den nächsten Beitrag schreibe.

Buchtipps

Diese 3 Bücher besitze ich zum Thema Stilfindung (Affiliate Links).

1- The truth about style von Stacy London: Die Star-Stylistin Stacy London zeigt anhand von Fallbeispielen wie sie arbeitet. Sie stylt im Buch Frauen mit unterschiedlichem Körpertyp und lässt uns Anteil an ihren Geschichten haben, was das Buch emotionaler und menschlicher macht als ein reiner Ratgeber.  Stacy lässt sich beim Stylen über die Schulter schauen. Es gibt Vorher- und Nachher-Bilder. Die Ergebnisse sind geschmacklich meist nicht meins, aber man kann gut nachvollziehen, warum sie welches Kleidungsstück wählt und welche Wirkung es auf die jeweilige Frau hat.

2- the curated closet (deutsche Version: Das Kleiderschrank-Projekt) von Anuschka Rees: Dieses Buch ist ein sehr systematischer und extrem detaillierter Ratgeber. Ich vermute mal, dass die wenigsten Frauen diesem Vorgehen strikt folgen, aber ich finde es sehr inspirierend für meine Garderobe. Die Aufmachung des Buches entspricht meinem Geschmack. Ich nehme das Buch alle paar Monate mal wieder zur Hand und finde immer wieder neue Anstöße.

3- How to get dressed von Alison Freer: Eine Kostümgestalterin plaudert aus dem Nähkästchen und gibt praktische Tipps zur Kleiderschrankorganisation, Pflege von Kleidung und Schuhen, zu Änderung von Kleidern und Passformfragen. Hier geht es weniger um klassische Stilregeln, sondern um lebensnahe Tipps der Autorin aus ihrem Leben als Kostümgestalterin beim Film. Dort muss sie am Set immer aus dem Stand Lösungen für die Kleidungsprobleme der teils kapriziösen Schauspieler finden. Sie hat einen großen Erfahrungsschatz und lässt uns daran teilhaben.

Mein Favorit aus den drei Büchern? Nach wie vor the curated closet von Anuschka Rees. Es ist klar gegliedert und entspricht mehr meinem eigenen Denkprozess. Die beiden anderen Bücher haben dafür mehr Unterhaltungswert.

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Weitere Artikel zum Thema Stilfindung findest du in der Blogkategorie „Stilfindung“.

Ich freue mich auf die Blog-Serie und hoffe, ich kann dich inspirieren, das Potenzial deiner Garderobe zu vergrößern.

Liebe Grüße,

Elke


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22 thoughts on “Blog-Serie: Mehr Klarheit im Kleiderschrank

  1. Das Thema spricht mir aus der Seele. Eines meiner Ziele für dieses Jahr wäre die Wohnung ausmisten, wobei ein großer Aspekt dabei der Kleiderschrank ist. Welche Dinge hebe ich nur auf, weil sie Geld gekostet haben, passen aber gar nicht mehr zu mir? Was hebe ich auf, weil es selbst gemacht und/oder von lieben Menschen ist? Was passt zu mir?
    Mit Spannung werde ich deinen Blog verfolgen, wie du es angehst. Ich freu mich drauf.
    Liebe Grüße
    Jutta

    1. Hallo Jutta, ja in so einem Kleiderschrank können sich ganz schön viele emotionale Dinge tummeln. Einen großen Teil habe ich in den letzten Jahren schon entfernt, aber zum Beispiel mein Hochzeitskleid hängt da noch…

  2. Witzig, da ich mich gerade sehr mit diesem Thema beschäftige, einen Post dazu in Arbeit und bei Ute von Schneidermeistern darüber gelesen habe. Scheint ein Frauen-Phänomen zu sein.
    Herzlichst Ulla

    1. Sicherlich tut auch der Jahresanfang noch etwas dazu. Die guten Vorsätze und so, aber ich glaube das Thema wird einfach auch deswegen größer, weil wir so viel Überfluss haben. Das lähmt ja auch irgendwann.

  3. Liebe Elke,
    danke für dieses Projekt, das für mich genau zur rechten Zeit kommt.
    Schon letztes Jahr habe ich mir das Buch von Anuschka Rees gekauft, weil mein Kleiderschrank zwar wohlgefüllt ist, ich aber mehr Struktur hinein bringen und einen wirklich zu mir passenden Kleidungsstil entwickeln möchte.
    Von dem Buch bin ich auch total begeistert, obwohl ich es noch weit nicht durch habe.
    Daher freue ich mich total, das in deiner Begleitung fortsetzen zu können.

    Liebe Grüße aus Oberösterreich,
    Dorothea

  4. Liebe Elke,
    eine tolle Idee! Mein Kleiderschrank wurde zwar erst im letzten Jahr gründlich aufgeräumt, aber eher nach dem Kriterium passt nicht mehr (und es ist utopisch da je wieder rein zu schrumpfen) und schon mega abgenutzt (die Sachen kann man noch nicht einmal mehr im Garten tragen).
    Einen „richtigen“ Stil habe ich auch noch nicht gefunden, obwohl mein Markenzeichen scheinbar bunte, lange Shirts sind (so bin ich einer Kollegin beschrieben worden- mir selber war das gar nicht so bewusst). OK, der Stapel bunter Shirts ist wirklich sehr groß.
    Freue mich
    Liebe Grüße
    Judy

    1. Hallo Judy, versuche es mal mit Outfit Fotos für ein oder zwei Wochen. Dann druckst du dir am besten alle Fotos mal aus und legst sie nebeneinander. Dadurch hast du mehr einen Blick von außen und siehst dich selbst mit anderen Augen. Vielleicht erkennst du ja dann Muster, die dir bisher noch nicht bewusst sind.

  5. Ich werde die Serie auch mit Interesse verfolgen. Ende letzten Jahres habe ich mir das Buch von Anuschka Rees gekauft und meine Weihnachtsferien genutzt und mich intensiv damit auseinandergesetzt. Ich habe jetzt für mich erstmal eine erste Capsule Wardrobe für meine Home-Office/Wochenend-Garderobe zusammengestellt für die nächsten 3 Monate. Ich möchte Mal ausprobieren, wie es mir mit der eingegrenzten Auswahl so ergeht, was ich wirklich vermisse (brauche) und ob sich neue Erkenntnisse über meinen Stil ergeben.
    LG Luzie

  6. Das ist ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Da ist vom Gewicht her in den letzten 7 Jahren immer wieder geschwankt bin, habe ich viel im Kleiderschrank, aber trage nur sehr wenig.
    Meinen eigenen Stil zu entwickeln ist ziemlich schwer und irgendwie lassen sich die genähten Sachen immer schwerer miteinander kombinieren. Ich brauche wirklich mal einen Plan. Außerdem ziehe ich in 10 Wochen um und will nur das wichtigste mitnehmen und unnötigen Ballast zurück lassen.

    Ich werde also aufgeregt folgen und mitmachen.
    Grüße Franzi

  7. Sehr spannend fände ich ja auch, zu erfahren, wohin andere mit den aussortierten genähten Teilen gehen. Einfach wegschmeißen? Spenden? Mir ist beides eigentlich zu schade, denn wenn es sich beispielsweise um einen Stil-Irrtum handelt, sind die Sachen oft nur 2-3 Mal getragen. Einen Markt für Second Hand und Selbstgemacht gibt es aber leider auch nicht wirklich 🙁

      1. das hatte ich letztes Jahr mal versucht- vielleicht war es bei mir auch der falsche Laden- die (gekauften) Sachen waren sauber und in Ordnung, aber es war leider nirgends ein fancy Label drauf, das die Annahme für sie gerechtfertigt hätte… 🙁
        LG Maria

  8. Liebe Elke, dieses Thema beschäftigt so viele von uns, mich aktuell auch. Da ich immer auf der Suche nach meinem Stil bin, bin ich über den interessanten Ansatz gestoßen, dass man sich nach seinem (Energie) – Typ kleiden sollte, also quasi sein Innerstes mit dem Äußeren in Einklang bringen sollte. Schau mal bei Carol Tuttle vorbei, das Programm heißt „dressing your truth“ – ich probiere es gerade und es bewegt etwas in mir, kann also nur Klarheit bringen. Am Ende ist es sicherlich eine Mischung aus allem und dem persönlichen Gefühl. LG, Suse Müller

  9. Hallo,
    ja- das Thema ist ein Dauerbrenner…
    Ich bin gespannt auf Deine weiteren Beiträge- mein vor zwei Jahren voller Elan begonner Plan ist eher im Sande verlaufen. Ich will trotzdem wieder gezielter und auch konsequenter versuchen meinen „Kleiderschrank der glücklich macht“ zu finden.
    Deinen Buchtipp werde ich mal näher beäugen 😉 – nachdem Frau Kondo mir in ganzer Konsequenz da doch einen Ticken zu radikal gewesen ist *ggg*

    1. Hallo Ute,
      Frau Kondo finde ich auch nicht schlecht, aber weniger zur Stilfindung als zur reinen Ordnung von Gegenständen. Dein Farbkonzept erleichtert doch sicherlich schon einiges beim Kombinieren, oder?

  10. Hallo Elke, ich beschäftige mich mit dem Thema bereits seit der Aktion auf Deinem Blog , es um das Finden einer Grundgerobe/Capsule Warderobe vor ein paar Jahren ging. Nicht immer ist es mir gelungen. Aber gerade im letzten Jahr bin ich da ein gutes Stück voran gekommen und meine Garderobe wird einheitlicher, kombinierbarer. Am Mittwoch zeige ich auf meinem Blog meine neueste Vorgehensweise zu diesem Thema. Ich werde also neugierig verfolgen, wie Du vorgehst und vielleicht lernen wir alle noch voneinander. LG Anke

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