So war es beim Nähcamp Hamburg

Zeit zum Nähen. Eine Auszeit vom Alltag. Endlich mal am Stück nähen. Austausch mit Gleichgesinnten. Kulinarisch versorgt zu werden…

Das gefiel den Teilnehmerinnen am vergangenen Wochenende beim Nähcamp Hamburg am besten. Während der Tage in Hamburg habe ich Stories bei Instagram gemacht. Das sind kleine Videosequenzen, die nach 24h von der App gelöscht werden. Mir war das ehrlich gesagt zu schade um die „Reportage“, die durch die Stories entstanden war und habe sie mir gesichert, so dass du sie dir hier anschauen kannst. Der Beitrag dauert 5 Minuten und gibt einen schönen Einblick rund um das Nähcamp in Hamburg.

Aufregung

Am Freitag bin ich morgens gleich gestartet, nachdem ich meine Tochter in den Kindergarten gebracht hatte. Ich hatte anfangs Sorge, dass mein ganzes Gepäck von der Nähmaschine bis zu den Goodies der Sponsoren nicht in mein Auto passen würde, aber unser Ford S-Max ist ein Raumwunder. Dennoch werde ich beim nächsten Mal die Tüten erst im Hotel packen damit der Transport kompakter ist. Meine Fahrt verlief gut und glücklicherweise kann man von Berlin bis auf die letzten 2 km durchgehend auf der Autobahn fahren. Perfekt. So blieb mir eine Fahrt durch die Stadt erspart.

Hotel

Die Hotels für die Nähcamp-Tour haben mein Mann und ich gemeinsam mit einer Agentur ausgewählt. Da wir nicht noch eine extra Hoteltour durch das Land machen konnten, haben wir uns im Netz informiert sowie uns auf die Erfahrung der Agentur verlassen. Das hat in Hamburg schon mal super funktioniert. Das NH Hotel an der Rennbahn hat den Standard, den heutzutage viele Mittelklasse-Hotels haben. Mir hat es gleich gut gefallen. Das war fast meine größte Sorge, dass ich die Hotels und die Mitarbeiter nicht kannte. Hier in Berlin habe ich mir natürlich immer alles vor Ort anschauen können. Ein klarer Heimvorteil. Der Raum im NH war schon gestellt, so dass ich gleich noch ein paar Sachen aufbauen und die ersten Frühanreiser ihren Nähplatz schon einrichten konnten.

Freitag: Shopping Event bei mahler.stoffe

Abends sind wir zu mahler.stoffe losgezogen, denn dort erwartete uns ein Exklusiv-Shopping nach Ladenschluss. Auch bei mahler.stoffe war ich vorher noch nie, aber ich kannte die Marketingverantwortliche Christine Vetter schon vorher aus diesem Interview.

Das Shopping hat uns Spaß gemacht, wie du siehst. Wir durften sogar mit Rabatt shoppen, was natürlich das i-Tüpfelchen war. Wenn du gerne bei so einem Shoppingabend in Hamburg dabei sein möchtest, dann wende dich am besten gleich an Christine.

Danach sind wir ins Hotel gegangen und haben uns an Salaten und Suppe laben dürfen. Es war sehr lecker und gesellig. Es ist einfach schön, wenn man sich ganz ungezwungen und ausgiebig über sein liebstes Hobby austauschen darf ohne jemanden damit zu nerven. Der fehlende Austausch war für mich damals auch der Anlass, das erste Nähcamp ins Leben zu rufen.

Samstag: Nähen und Workshops

Am Samstag kamen dann noch die Teilnehmerinnen dazu, die nicht im Hotel übernachtet haben, weil sie ihr Zuhause gleich um die Ecke hatten. Wir waren schon alle aufgeregt. Die Teilnehmerinnen, weil sie noch nie bei einer solchen Veranstaltung waren und ich, weil ich natürlich sichergehen wollte, dass alles klappt, dass es zum Beispiel keinen Kurzschluss gibt, weil der Stromkreis nicht richtig berechnet wurde.

Im Vorfeld konnten die Teilnehmerinnen einen aus drei Workshops auswählen:

  1. Jeansworkshop mit Kira von The Couture
  2. Schnittanpassung von Oberteilen mit Meike von crafteln
  3. Knotenshirt nähen mit mir (der Schnitt wird Mitte Februar veröffentlicht)

Kira hatte ihren Workshop so gut vorbereitet, dass die Frauen nichts mitbringen mussten außer ihrer Nähmaschine. Dann wurde der Angstgegner Hosenschlitz erfolgreich angegangen. Schritt für Schritt haben alle den Aufbau eines Hosenschlitzes verstanden und erfolgreich nachgenäht. So haben sie nun einen Dummy, den sie immer wieder zu Rate ziehen können, wenn sie eine Hose oder einen Rock nähen. Ich bin ganz begeistert, wie Kira das gemacht hat. Es war ihr erster Workshop und sie war ziemlich aufgeregt, was sich aber im Laufe der 3 Stunden gelegt hat. Einige der Teilnehmerinnen hatten sich auch extra ein Hosenprojekt für das Nähcamp mitgenommen um die Euphorie nach dem Workshop gleich weiter umzusetzen. Mit Erfolg.

Ich selbst bin ja auch noch nicht sehr erfahren in Sachen Workshop. Wir hatten viel Spaß in der Gruppe. Stichwort „Rüssel“, für alle, die dabei waren. Das hat sehr viele Lacher gegeben. Ich habe den 6 Teilnehmerinnen erklärt, wie sie des flutschigen Jerseys Herr werden und habe sie bei den einzelnen Nähschritten bis zum fertigen Shirt unterstützt.

Wir wurden kulinarisch mit tollen Kaffeepausen und einem Mittagsbüffet verwöhnt. Da blieben keine Wünsche offen. Das wurde mir immer wieder gesagt, wie toll das sei. Es kam zu witzigen Situationen, wo Frauen aus lauter Gewohnheit ihren benutzten Teller selber wegtragen wollten, ihnen das Servicepersonal aber gerade so zuvorkam. Das haben auch alle genossen, einfach mal nichts tun zu müssen, was sonst immer so im Alltag anfällt. Kochen, wischen, abräumen, aufräumen, etc. Ich finde das darf man sich auch mal wert sein.

Abends sind wir ca. 20 Minuten zu Fuß gelaufen zu einem italienischen Restaurant. Es hat gut getan, mal an die frische Luft zu kommen, sich zu bewegen und die Gruppe für Gespräche wieder anders zu durchmischen. So kamen wieder neue Kontakte zustande außerhalb der eigenen Raumhälfte. Und was soll ich sagen? Nachdem wir wieder im Hotel waren, stand uns der Nähraum open end zur Verfügung. Und das haben auch einige Frauen ausgiebig genutzt. Stichwort #latenightsewing. Ich habe mich um halb eins Richtung Bett aufgemacht, war aber nicht die letzte.

Sonntag: Nähen und Workshops

Aufgrund der großen Nachfrage nach dem Thema Schnittanpassung, hat Meike am Sonntag zwei Workshops angeboten. Meike hat eine sehr charmante und witzige Art mit der sie ihre Schülerinnen in den Bann gezogen hat. Gerade in den größeren Größen gibt es einige Tricks und Kniffe mit denen man einen Schnitt auf die eigene Figur anpassen kann und dem Kleidungsstück den Sack-Charakter nimmt. Meike ist es gelungen, den Frauen die Angst davor zu nehmen, an einem Schnitt herum zu schneiden und zu ändern bis er passt. Diese Motivation und das neue Wissen kann hoffentlich in die nächsten Nähprojekte mit einfließen.

Um 15:30 Uhr war das Event offiziell zu Ende. Einen Kritikpunkt, den ich mitnehme ist, dass es keinen richtigen Abschluss gab. Das werde ich mir zu Herzen nehmen und es bei den weiteren Nähcamps besser machen.

Feedback aus Umfrage

An dem Wochenende habe ich interessante Geschichten gehört. Manche haben mir erzählt, dass sie seit Jahren keinen Urlaub mehr gemacht haben und durch das Wochenende wieder den Einstieg ins Nähen finden wollten. Mit großem Aufwand hatten sie sich das Wochenende freigeschaufelt und waren happy, ihren „Nähflow“ wiedergefunden zu haben. Sie sind mit fertigen Kleidungsstücken, neuen Nähbekanntschaften und Erkenntnissen zur Schnittanpassung nach Hause gefahren. So hatte ich mir das vorgestellt mit dem Nähcamp.

Von wenigen Personen jedoch auf eine ganze Gruppe zu schließen wäre jetzt vermessen. Ich habe natürlich versucht mit möglichst allen zu sprechen und habe ein sehr positives Feedback bekommen. Dennoch war es mir wichtig, im Nachgang einen anonymen Feedbackbogen an die Nähcamperinnen zu schicken. So habe ich noch ein paar Dinge erfahren, die mir keine der Frauen direkt gesagt hat.

Zum Beispiel, dass sie beim nächsten Mal eine etwas kleinere Gruppe bevorzugen würden. Letztes Wochenende hatten wir 43 Teilnehmerinnen. Gewünscht wurde nun eine Größe von 30-40 Personen.

Meine Erfahrung von den Nähcamps in Berlin in den letzten Jahren war, dass 45 Personen genau richtig sind, aber dort kannten sich die Teilnehmerinnen schon aus den vorherigen Jahren. Da das Event in Hamburg zum ersten Mal stattgefunden hat und nur Frauen dabei waren, die zum ersten Mal an so einer Nähveranstaltung teilgenommen haben, musste sich erst einmal die Aufregung legen und die Gruppe sich finden, was aber schnell ging.

Das kommende Nähcamp in Bremen (23.-25.2) wird kleiner sein. Wenn du also jemand bist, den die Gruppengröße von 45 abgeschreckt hat, dann kann ich dir diese Sorge nehmen. In Bremen am 23.-25.2. wird es „kuscheliger“.

Für Bremen gibt es den Frühbucherrabatt nur noch bis zum 2.2. Es lohnt sich also, heute oder morgen eine Entscheidung zu treffen. Wenn du noch Fragen zum Nähcamp in Bremen oder einer der anderen Städte hast, dann schreib mir unter elke@ellepuls.com.

Das Nähcamp in Berlin vom 17.-18.3. ist ausverkauft, es gibt aber noch genügend andere Nähcamps in diesem Jahr. Durch einen Klick auf einen Termin gelangst du zur jeweiligen Ticketseite, wo du dir noch einmal genau durchlesen kannst, wie das Programm aussieht und was alles im Ticketpreis enthalten ist.

Bremen 23.-25.02.2018
Berlin 17.-18.3.2018
Stuttgart 20.-22.04.2018
Dortmund 08.-10.06.2018
München 06.-08.07.2018
Kassel 31.08.-02.09.2018
Düsseldorf 05.-07.10.2018
Leipzig 09.-11.11.2018
Frankfurt 30.11.-02.12.2018

 Goodie-Bag Sponsoren

Im Vorfeld haben alle Teilnehmerinnen per Mail tolle Goodies bekommen von unseren Sponsoren. Sozusagen eine digitale Goodie-Bag!

Unser Dank dafür geht an:

Vor Ort gab es für jede Teilnehmerin ein Goodie-Bag mit Produkten unserer Sponsoren:

Und bei welchem Nähcamp bist du dabei?

 

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10 thoughts on “So war es beim Nähcamp Hamburg

  1. Vielen Dank für den Bericht. Ich drücke mir die Daumen, dass ich im Herbst bei einem Camp dabei sein kann. Ich freue mich schon drauf. Bis dahin stehen hier noch einige kräftezehrende Familienprojekte an. Nach den Sommerferien wird es dann hoffentlich wieder ruhiger und ich kann mir bei dir auch so eine schöne Auszeit nehmen.

    Liebe Grüße
    Cornelia

  2. Hallo Elke
    Das hört sich alles so interessant und toll an.
    Man bekommt sofort Lust mitzumachen.
    Hoffe das ich es schaffe irgendwann in naher Zukunft auch an einem Nähcamp teilzunehmen.
    Liebe Grüße
    Edith

  3. Liebe Elke,
    danke für den Bericht. Er hat mich in meinem Vorhaben bestärkt und ich habe mich für das Nähcamp in Leipzig angemeldet. Ich freue mich auf neue Ideen, Inspirationen, den Austausch mit Gleichgesinnten und auf Dich.
    Wird es von den weiteren Nähcamps auch Berichte geben?

    Viele Grüße sendet Kerstin

  4. Vielen Dank für den Bericht, das macht doch gleicht noch mehr Lust auf das Nähcamp!Ich lasse mir das Nähcamp in Stuttgart zum Geburtstag schenken und freue mich schon sehr darauf.
    Liebe Grüße
    Svea

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