9 Gründe, warum du deine selbst genähte Kleidung nicht trägst

Warum du deine selbst genähte Kleidung nicht trägst

Hast du dich schon mal gefragt, warum du ein selbst genähtes Kleidungsstück nicht tragen magst? Wenn du darüber nachdenkst, merkst du, dass es wahrscheinlich nicht nur einen bestimmten Grund gibt, sondern ein Zusammenspiel verschiedener Gründe. Ich habe noch mal über meinen Werdegang an der Nähmaschine nachgedacht und mir die 9 Gründe notiert, die bei mir dazu geführt haben, dass ich manches selbst genähte Stück nicht getragen habe und warum das mit der Zeit immer besser geworden ist. Aus den Antworten meiner Umfrage entnehme ich, dass viele Hobbynäherinnen mit genau den gleichen Themen zu kämpfen haben. Deswegen habe ich diesen Blogartikel verfasst. Viel Spaß beim Lesen.

1. Der Stoff ist doch so schön!

Das kennst du bestimmt auch, oder? Im Netz gibt es wieder einen brandneuen, wunderschönen Designerstoff mit fantastischen Designbeispielen zu sehen. Und jetzt, endlich, kann man den Stoff kaufen. Ob der wohl für alle reicht? Einerseits aus spontaner Verliebtheit, andererseits aus Sorge etwas zu verpassen, landet er im Warenkorb und kurze Zeit später unter der Nadel oder im Stoffregal.

Hätten wir den Stoff auch gekauft, wenn er schon als Pulli vernäht im Laden gehangen hätte? Kobaltblauer Leoprint, pinke Blumen, lila Karos?  Hier hätten wir den Vorteil, dass wir schnell mal reinschlüpfen können bevor wir ihn kaufen.

(Versteh` mich nicht falsch. Kobaltblauer Leoprint, pinke Blumen und lila Karos sind toll, wenn sie zur Person passen, die das Muster trägt. )

Nun hängt das mit Liebe genähte Teil also im Schrank und du fragst dich, womit du es kombinieren sollst. Oder fühlst dich womöglich unwohl darin. Passt es im besten Fall zu ganz vielen Sachen aus deiner Garderobe oder doch eher nur zu einer bestimmten Hose, oder ist es im schlimmsten Fall eine „Insel“, die sich überhaupt nicht kombinieren lässt?

Sei es beim Shoppen oder Nähen, solche Fehlkäufe haben du und ich bestimmt schon mal gemacht. Ich kann mich gut an einen eisblauen Fellstoff erinnern, den ich in Amsterdam auf dem Stoffmarkt gekauft habe. Es wurde eine Weste draus, die ich maximal 5 mal getragen habe.

Gerade wenn man sich die Mühe macht, ein Kleidungsstück selber zu nähen, lohnt sich etwas mehr Planung, damit sich das fertige Stück nachher auch gut in die vorhandene Garderobe fügt und häufig zum Einsatz kommen darf.

Überlege dir gerade bei einem gehypten Stoff, warum du ihn kaufen möchtest. Ist es ein Gruppending, die Angst, etwas zu verpassen? Gefällt dir der Stoff wirklich FÜR DICH? Oder mehr so allgemein?

Gerade bei Instagram schmelze ich immer wieder dahin, wenn ich tolle Stoffmuster und Designbeispiele dazu sehe. Mir gefallen die Sachen, aber wenn ich ehrlich bin, eben nicht für mich.

Dieses Hinterfragen kann echt das Portemonnaie schonen und dir mehr Budget für die Stoffe geben, aus denen du etwas nähen kannst, was du wirklich gerne trägst und was super zu dir passt.

2. Du vernähst Stoffe, weil sie „weg müssen“

Seit Wochen, Monaten, Jahren liegt er schon im Regal. Dieser Stoff. Er hat Geld gekostet und er muss dir damals auch gefallen haben, aber jetzt liegt er da und spricht dich nicht mehr an.  Aber bezahlt ist bezahlt. Und dann wird er auch vernäht.  Du ahnst schon, dass das nicht unbedingt die beste Stoffwahl sein wird, wenn der Stoff einfach nur „weg muss“.

Ich habe solche Stoffe gerne für Probestücke genommen, aber selbst dafür ist mir meine Zeit mittlerweile zu schade, denn auch Probestücke können durchaus tragbar werden, wenn denn der Stoff vernünftig ist.

Mittlerweile nehme ich solche Stoffe lieber mit zum Tauschetisch bei den Nähcamps. Von dort habe ich auch schon wieder schöne Stoffe mitgenommen, die jemand anders nicht mehr haben wollte. Die Geschmäcker sind zum Glück so verschieden, dass des einen Leid im Stoffregal des anderen Freud wird.

Vernähe nur Stoffe, die dir hinterher auch wirklich Freude im Schrank machen.

3. Stoff und Schnitt passen nicht zusammen

Seien wir mal ehrlich, die Stoffempfehlung hat doch jeder schon mal ignoriert. Dabei denken sich die Schnittanbieter schon etwas dabei, wenn sie eine Stoffempfehlung geben. Ich spreche da aus Erfahrung. Und wenn man anstelle eines Viskosejerseys einen kaum elastischen Sweatstoff vernäht, ist das Ergebnis möglicherweise nicht ganz zufriedenstellend. Manchmal sind es auch feinere Unterschiede, mit denen das Nähprojekt steht oder fällt.

Als ich die Shirtbox entwickelt habe, sind diverse T-Shirts aus verschiedenen Jersey-Qualitäten entstanden, die auf den ersten Blick gar nicht so unterschiedlich erschienen. Beim Tragen sieht und merkt man den Unterschied deutlich.

Mach dir Gedanken zur Stoffauswahl. Frage im Zweifel beim Schnittanbieter nach, damit du dich am Ende über ein schönes Ergebnis freuen darfst.

Auch die Qualität des Stoffes spielt eine entscheidende Rolle. Auch wenn Stoffe teuer werden können, kaufe bitte keine Billigstoffe, die sich nachher verziehen, pillen oder sonstige Ärgernisse mit sich bringen. Ich weiß, dass ein höherer Preis nicht immer für eine bessere Qualität steht. Wichtig ist aber, dass du dich immer wieder mit verschiedenen Stoffen beschäftigst. Dazu musst du sie nicht gleich kaufen. Ich schaue gerne bei gekauften Sachen oder direkt im Laden auf die Wäscheschilder. Das hat den Vorteil, dass man den Stoff gleich vernäht sieht und den Nachteil, dass man solche Stoffe oft nicht im Stoffladen findet. Mit jedem Mal lernen wir aber mehr über verschiedene Stoffqualitäten.

4. Du hast kein Farbkonzept

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Du kaufst dir ohne Konzept Stoffe in Farben, die dir spontan gefallen oder gehst auf Nummer sicher und nimmst zum Beispiel nur schwarz, „weil, damit kann man nichts falsch machen“.

Schade, dass ich vor 5 Jahren kein Foto von meinem Kleiderschrank gemacht habe. Die Farbpalette ging von neutralen Farben über lila, senfgelb bis zu einem türkisen Pulli mit apfelgrünen Bündchen. Du kannst dir vorstellen, dass das Kombinieren schwierig war. Ich habe also immer wieder zu den gleichen Sachen gegriffen und konnte nicht viele verschiedene Outfits daraus entwickeln.

Heute sieht mein Kleiderschrank ganz anders aus. Ich bleibe bei meiner Farbpalette, weil es einfach die Farben sind, die ich am liebsten an mir mag. Außerdem lassen sie sich gut untereinander kombinieren.

Wenn deine Mitmenschen an dir wiederkehrende Farben sehen, werden diese Farben bewusst oder unterbewusst mit dir verbunden. Ich höre immer öfter, dass eine bestimmte Farbe oder Farbkombi „typisch Elke“ sei. Ich habe also mit meinen Farben einen Wiedererkennungseffekt und ich denke auch, dass die Farben zu mir passen. Ich wähle zurückhaltende Farben, weil diese meinem Charakter entsprechen und ein authentisches Bild ergeben.

Es hat einige Vorteile, bei der Garderobe mit einem zu dir passenden Farbkonzept zu arbeiten. Deine Kleidung lässt sich vielfältiger kombinieren, die Farben reflektieren deine Persönlichkeit und es bringt auch ganz pragmatische Vorteile mit sich: man kann Stoffe (besonders einfarbige) wunderbar im Sale kaufen. Die kommen nicht aus der Mode, denn du hast dir ja deine eigenen Farbregeln festgelegt.  Bei mir im Regal liegen Stoffe, die schon älter sind. Um diese mache ich mir aber keine Sorgen. Die Stoffe sind uni und ich habe sie in meinen Lieblingsfarben gekauft. Sprich, ich kann sie jederzeit vernähen und sie werden sich in meine Garderobe einfügen.

Betrachte deinen Kleiderschrank mal von dieser Warte.

5. Du weißt nicht, welche Schnitte dir stehen

Dein_Fahrplan_zur_Kombi_Garderobe_Schnitte

Auch bei Schnitten kann man schnell einem Hype verfallen. Sei es, weil ein bestimmter Schnitt in der Szene plötzlich überall auftaucht, oder weil der Schnitt einen Trend aufgreift, der gerade in allen Läden hängt.

Glaub mir, das ist mir auch schon alles passiert. Gerade am Anfang meiner Nähprojekte habe ich mich von Bloggerinnen leiten lassen, deren Stil nicht zu mir passte. Die Schnitte, die ich mir dann genäht habe, waren auch entsprechend nur mäßig  im Einsatz. Eher mal unter einem Pulli oder zum Joggen…

Wo wir gerade bei Läden sind (gemeint sind Bekleidungsgeschäfte)… Eine bessere Möglichkeit Schnitte an dir zu testen ist die Umkleide in größeren Läden. Dort kannst du meist aus einer Fülle an Schnitten und Größen wählen und einfach mal verschiedene Schnitte in die Kabine mitnehmen und anprobieren. Mach von jedem Outfit ein Selfie und schau sie dir zuhause in Ruhe an.

Welcher Schnitt gefällt dir an deinem Körper? Überlege, warum das so ist. Finde heraus, welche Elemente deine Vorzüge betonen. Hast du schmale Schultern und eine breitere Hüfte? Dann können Oberteile mit Betonung der Schulter gut an dir aussehen, weil sie Hüfte und Schultern optisch gleich breit erscheinen lassen. Details an der Schulter können zum Beispiel Volants, Rüschen, Riegel, Passen sein. Wenn du breite Schultern hast, könntest du umgekehrt mal ausprobieren, ob Oberteile mit Raglanärmeln besser an dir aussehen als Oberteile mit Schulterbetonung. Das ist nur ein Beispiel. Manchmal sind es nur Nuancen, die den Unterschied machen.

Bei Farben rate ich übrigens nicht zu dieser Vorgehensweise, weil die Beleuchtung in den Umkleiden nicht unbedingt dem Tageslicht entspricht.

Lerne deine Figur mit ihren Proportionen gut kennen. Mit den richtigen Längen und Formen (also Schnitten) deiner Kleidungsstücke kannst du deine Proportionen optisch verändern und z. B. einen kurzen Oberkörper länger wirken lassen. Dieses Thema vertiefe ich gerne, wenn du Interesse daran hast.

6. „Der Schnitt passt nicht“

Mass_nehmen_Schnittmuster

Wie gerne und schnell geben wir dem Schnitt die schuld, wenn das fertige Kleidungsstück nicht passen will. „Ich habe doch, wie immer, Größe X genäht!“. Wie bei Kaufkleidung hat jede Marke ihre eigenen Maßtabellen. Es wäre wirklich schön und so zeit- und nervenschonend, wenn bei allen Anbietern Größe X auf Anhieb passen würde!

Dabei ist total normal, dass uns ein  Schnitt nicht „out of the box“ passt. Das ist bei mir genauso. Ich muss an fast jedem Schnitt etwas verlängern, die Hüftlinie etwas verbreitern. Und bei der Schulter schaue ich auch immer genau hin, messe nach und passe gegebenenfalls die Breite an.

Schnitte werden immer nach einer Maßtabelle erstellt, die auf Durchschnittsmaßen basiert. Ein Schnitt kann nur der Person perfekt passen, die genau die Maße und Figur hat, die der Designer sich vorstellt.

Angenommen, zwei Frauen haben genau die gleichen Maße aus der Maßtabelle. Meist sind die Maßtabellen nicht besonders umfangreich und enthalten Brustumfang, Taillenumfang, Hüftumfang. Wenn also beide Frauen einen Brustumfang von 90 cm haben, kann das z. B. bei Frau A bedeuten, dass sie einen breiten Brustkorb aber eher kleine Brüste hat, bei Frau B dass sie umgekehrt einen schmalen Brustkorb aber größere Brüste hat. Logisch, dass der Schnitt für beide Frauen etwas anders aussehen muss für eine perfekte Passform.

Und da haben wir noch nicht von den vertikalen Maßen gesprochen. Angenommen, die Brust von Frau A ist straff und weiter oben als die fülligere Brust von Frau B, die etwas mehr hängt. Die Höhe des Brustabnähers muss also bei beiden Frauen unterschiedlich platziert werden und unterschiedlich lang sein.

Es ist ein komplexes Thema, das man nicht an einem Tag lernen kann. Es gehört viel ausprobieren dazu. Aber für eine schöne Passform und Freude am Tragen ist das Thema essentiell. Ich möchte dich dazu ermutigen, dich mehr damit zu beschäftigen. Trau dich auch, an einem Schnitt „herumzuschnippeln“ und zu basteln bis er deiner geworden ist.

Lass dich im ersten Schritt professionell ausmessen. Versuche nicht, das selber zu machen, das wird nix. Wenn dir niemand aus deinem Umkreis helfen kann, dann frag eine Änderungsschneiderin, ob sie das für dich machen kann. Und wenn sie einen Zehner oder Zwanni dafür haben möchte, prima. Das Geld ist gut investiert!

Damit hast du schon eine fundierte Ausgangsbasis für die Auswahl der Größe. Denn dafür benötigst du deine Körpermaße. Eine Maßtabelle kann dir nur bis zu einem gewissen Grad eine Auskunft darüber geben, wie gut dir der Schnitt passen wird. Du kannst vieles direkt am Schnitt messen und auch vergleichen mit gut passenden Kleidungsstücken.

Und nun kommt ein ganz unbeliebter Tipp: näh dir im Zweifel ein Probestück. Ich weiß! Wer will das schon? Aber was wir alle wollen sind gut passende Kleider! Dafür lohnt sich doch die Arbeit.

7. Hauptsache fertig!

Diese Vorfreude auf ein Kleidungsstück, das schon fast fertig ist! Herrlich. Dann schön auf den letzten Meter Gas geben und schwupps hat die Overlock etwas Entscheidendes mit abgeschnippelt. Anscheinend gibt es ein Gesetz, das dafür sorgt, dass genau dann, wenn ich gleich fertig sein will, etwas total Blödes passiert.

Also, immer noch mal schön durchatmen und dem Reiz, Gas zu geben, nicht nachgeben!

Ich trage nur Kleider mit denen ich zufrieden bin. So gut kenne ich mich mittlerweile. Das bedeutet für mich, dass ich nicht schnell, schnell machen darf, nur damit etwas fertig wird. Natürlich möchte ich, dass es fertig wird, ich möchte aber auch, dass es schön fertig wird. Manchmal klappt auch schnell und schön, aber da gehe ich lieber auf Nummer sicher. Ich nähe aus Freude am Nähen, aber auch aus Freude am Tragen.  Dann ist es mir lieber ich nähe oder trenne noch einen Abend am gleichen Teil, damit die Qualität stimmt.

Eine schöne Verarbeitung macht mich zufrieden und stolz auf mein Nähwerk. Und wenn ich dann noch Komplimente dazu erhalte, perfekt.

8. Nichts will dazu passen

Gerade hinsichtlich Stoff, Muster und Material fehlt oft die Planung der Garderobe. Impulsives nähen führt dazu, dass Kleider entstehen, die sich nicht in die vorhandene Garderobe einfügen. Ich erinnere an den türkisblauen Pulli mit apfelgrünen Bündchen aus Punkt 4. Der passte zu nichts, außer zu einer blauen Jeans. Damit hatten sich die Kombinationsmöglichkeiten schon erschöpft.

Ich freue mich immer total, wenn ich mal wieder eine Kombi aus dem Schrank gezogen habe, die ich so noch nie vorher getragen habe. Und das ohne, dass etwas Neues im Schrank gelandet ist. Maximale Kombinierbarkeit ist mein Ziel.

Ich verstehe total, dass das nicht jedermanns Sache ist, aber es dürfen schon mehr als eine Outfitmöglichkeit durch ein neues Teil entstehen, oder?

Wenn du immer wieder Einzelstücke nähst, die sich nicht kombinieren lassen, dann mache mal eine Bestandsaufnahme deines Kleiderschrankes hinsichtlich Farben, Ober- und Unterteilen und Accessoires.

Oft fehlen Verbindungsstücke, die mehr Outfit-Kombinationen aus den vorhandenen Kleidern ermöglichen. Das kann z. B. ein Cardigan sein, der einfach zu mehreren Oberteilen passt. Statt also das nächste bunte Oberteil zu nähen, das nur zu zwei bestimmten Hosen passt, sonst aber keine Kombinationsmöglichkeiten bietet, könntest du erst einmal die Cardigan-Lücke füllen und dich an den neuen Tragemöglichkeiten für deine schon vorhandenen tollen genähten Sachen erfreuen.

Auch wenn es dir im ersten Moment langweilig erscheinen mag, probier es aus. Du wirst weniger darüber jammern, dass du einen Schrank voll nichts anzuziehen hast.

9. Du investierst nicht in dich und deine Fähigkeiten

Eine Investition bedeutet Geld für etwas auszugeben, das einem in der der Zukunft etwas bringt. Klassisch wäre das Geld zu investieren um zukünftig mehr Geld zu haben. Die „Währung“ kann aber auch sein, Geld und/ oder Zeit zu investieren, um zukünftig mehr Zeit zum tatsächlichen Nähen zu haben und dies mit mehr Können zu tun.

Manchmal hangele ich mich von einem Tutorial zum nächsten, schaue ein YouTube Video nach dem anderen, bis ich die Lösung für mein Nähproblem gefunden habe.  Endlich eine Lösung und es hat nichts gekostet!

Es gibt viele Möglichkeiten, sich kostenlos weiterzubilden. Es gibt ja quasi nichts, was man nicht online in einem kostenlosen Tutorial finden könnte. Aber mal ganz ehrlich. Das kostet kein Geld, aber unglaublich viel Zeit, bis wir die passende Stelle in einem YouTube gefunden haben, bis wir bei Google den richtigen Blogartikel, den richtigen Forumeintrag gefunden haben, der uns bei einem ganz konkreten Nähproblem weiter hilft.

Ich sage in letzter Zeit auch immer öfter, dass ich keine Zeit zum Nähen habe. Die Kinder, die Arbeit, Sport, Einkäufe,… die Zeit zerfließt zwischen den Fingern. Wenn unsere Zeit so kostbar ist, finde ich es umso wichtiger, mehr Struktur in mehr Abläufe zu bringen. Macht es dir mehr Spaß zu nähen oder mehr Spaß zu recherchieren? Wenn ersteres der Fall ist, dann ist die Frage, wie du die Recherche abkürzen kannst. Lohnt es sich nicht doch in einen Nähkurs zu investieren, damit nachher manche Schritte leichter von der Hand gehen und du mehr Sicherheit beim Arbeiten hast?

Lohnt es sich nicht doch, in den umfassenden Nähratgeber zu investieren, den man immer gleich zur Hand hat, wenn Fragen aufkommen?

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder Zeit und Geld in Online- und Offline-Kurse aus verschiedenen Bereichen investiert. Gegenstände kann man mir wegnehmen, mein Wissen und meine Erfahrungen nicht. Das gibt mir Selbstbewusstsein und mehr Mut, auch mal schwierigere Projekt anzugehen und der Erfolg wird auch ein anderer sein als bisher.

Erkennst du dich wieder?

An welchem Punkt bist du gerade? Oder habe ich etwas Entscheidendes in meiner Liste vergessen? Schreib mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich auf eine Diskussion.

Liebe Grüße,

Elke

 

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38 thoughts on “9 Gründe, warum du deine selbst genähte Kleidung nicht trägst

  1. Wie wahr, wie wahr…
    Ich versuche auch immer, ein neues Schnittmuster mit einem nicht ganz so tollem Stoff zu nähen, aber tragbar ist das dann nie. Welchen Stoff nimmst du gerne dafür? Einerseits sollte es nicht zu teuer sein, falls es nix wird, andererseits aber auch nicht „billig“ und schlecht, damit man es evtl. doch tragen könnte… Bin gespannt auf Tipps!

    1. Hallo Claudia, mir hilft es immer, ein paar neutrale Stoffe auf Lager zu haben, die zu vielem passen. Der Stoff muss ja nicht teuer sein oder kann ja auch mal irgendwo als Reststück gekauft worden sein. Dass er nicht viel gekostet hat, nimmt mir gerne mal die Hemmung, ein Probestück daraus zu nähen.

    2. Mir passiert es imer wieder, daß ich einfachen Stoff kaufe, mit dem ich den Schnitt ausprobieren will – und dann wird es ganz toll. Der zweite Versuch mit anderem Stoff gefällt mir dann meist nicht so gut. Es ist so wichtig und braucht wohl viel Erfahrung, zum Schnitt passenden Stoff zu finden. Ist mir gerade wieder passiert, zum Glück ist der Jerseystoff sehr schön und wertig, es war zwar ein Reststück, reichte gerade für ein ärmelloses Oberteil, aber ich konnte noch Stoff für einen Rock nachkaufen. Und wo ich es überhaupt nicht erwartete, bekam ich viele Komplimente und ziehe die Kombi jetzt entsprechend sehr gerne an.

  2. Ein wunderbarer Blog-Beitrag – Danke!
    Ich habe Anfang des Jahres in eine Farb- Typ- und Stil-Analyse investiert, die sehr viel Spaß gemacht hat und mir jetzt die Grundlage bietet für den Stoffkauf und die Wahl der Schnittmuster. Das hat sich sehr gelohnt, denn einige Farben sind aus meinem Schrank verschwunden und dafür wunderschöne neue dazu gekommen und die Komplimente sind explodiert!
    Ich habe allerdings noch Hemmungen bei etwas komplexeren Schnitten und ggf Anpassungen, da möchte ich mich langsam ran tasten und hoffe auch mal einen Kurs zu finden – gar nicht so leicht aufm Land… aber da ich viel für die Kinder nähe, erlerne ich Verarbeitungstechniken oft aus den eBooks dazu. Das macht’s dann einfacher so etwas auch für mich anzugehen.
    LG Petra

    1. Liebe Petra, das klingt ja nach einer super Grundlage für deine Garderobe. Hast du schon überlegt, den Schnittanpassungskurs bei Meike von crafteln mitzumachen? Sie bietet das als Online-Kurs an. Schau mal unter crafteln.de

  3. Manchmal setze ich mich mit Stoffen so arg auseinander das ich die Schönheit des Stoffes aus dem Auge verliere. Ich nähte mir ein Dirndl. In meinen absoluten Lieblingsfarben, es ist sehr gut geworden. Ich erhielt an diesem Abend massig Komplimente aber mir fiel es schwer diese anzunehmen. Das macht mich dann traurig. Manchmal macht mir die Vorbereitung und Planung mehr Spass als das fertige Stück zu tragen.

  4. Danke für den tollen Post, Elke. Er schließt ja an deinen letzen Podcast an, den ich auch sehr gerne gehört habe.
    Ich habe auch manchmal mehr Freude am Nähen als am Tragen. Ich müsste mich mal mehr mit mir selber und meinem Spiegelbild auseinander setzen, das kann ich bisher nicht gut. Obwohl es dafür keinen offensichtlichen Grund gibt, ich werde als attraktiv bezeichnet. Ist vielleicht ein altes Psychoding, so in der Richtung nicht eitel sein dürfen, die inneren Werte und Können zählen, lieber bescheiden und zurückhaltend sein … So ein Quatsch! Aber so isses, ich steh mir da leider selber ein bisschen im Weg.
    Lieben Gruß, mach gerne weiter mit dem Thema
    Andrea

    1. Hallo Andrea,
      der Blick in den Spiegel ist reine Psychologie, wenn du so willst. Worte, Blicke, Gedanken, die sich über die Jahre gesammelt haben und uns beeinflussen. Ich denke immer häufiger darüber nach, wie ich mich vor dem Spiegel verhalten muss und wie ich über meinen Körper spreche, um meiner Tochter ein gutes Vorbild zu sein. Du darfst dich mögen und dir im Spiegel gefallen. Es ist doch toll, wenn du von außen gesagt bekommst, dass du attraktiv bist. Freue dich darüber und trage deine Kleidung mit Freude. Ich kann mir auch gut selber im Weg stehen, glaub mir. Aber wir schaffen das 😉

  5. Danke vielmals für deinen Einsatz diese zehn Punkte zu beschreiben, du hast das wunderbar gemacht! Und auch voll ins Schwarze getroffen!

  6. Hallo zusammen,

    Ich habe auch so ein genähtes Kleidungsstücke im Schrank das da hängt und hängt und hängt. Ein cardigan in schwarz mit Einsätzen aus petrol.
    Mittlerweile mag ich den überhaupt nicht mehr.
    Mich Problem bei meinen genähten Sachen ist :
    Ich habe manchmal das Gefühl das man offensichtlich sieht das das Teil selbstgenäht ist.
    Eigentlich könnte man da ja stolz drauf sein,weil sowas ja auch nicht jeder kann. Aber irgendwas stört dann doch und wenn es nur der etwas steife Stoff ist…

    LG Svenja

    1. Hi Svenja,
      ich glaube ich weiß, was du meinst. Wie lange nähst du denn schon? Ich finde, es wird mit der Zeit immer besser und das Gefühl für passende Stoffe auch.

      1. Ich nähe schon seit der Schulzeit, bin jetzt 35, mal mehr mal weniger.
        Habe schon alles mögliche gemacht, ein Kleid für die Hochzeit meiner Freundin, Schlafanzüge, Oberteile, Patchwork decken und für den Lkw modellbau.
        Ich suche mir immer schöne Stoffe aus die es aber so nie als gekauftes Kleidungsstück geben würde.
        Naja, das hält mich vom nähen aber nicht ab.

  7. Hallo Elke,

    dein Artikel war wieder sehr gut. Etwas erkenne ich mich wieder. Ich nähe erst seit letztem Sommer Bekleidung.Ich habe schon einiges gelernt – auch aus Videos die du erwähnt hast.Mein verhalten hat sich geändert.Ich lasse mich nicht mehr „antreiben“ warum dauert es bei mir solange und bei anderen geht es so schnell. Mich nervt auch,wenn manche sagen „schnell von der Maschine gehüpft“.Jetzt hab ich ein SM mit Brustabnäher und muss mich damit auseinander setzen. Änderungen an SM sind nicht soleicht,wenn man den dreh noch nicht raus hat. Aber das wird noch geübt.Und mit dem Maßnehmen ist wirklich nicht so einfach. Ich hab mal 4 Frauen gefragt und 4 verschiedene Ergebnisse. Meine Maße verändern sich jetzt. Und da ist wieder das Thema angesagt. Eine Lösung ist bei mir so fern.
    Meine Kleidung die ich selbst genäht habe sind etwas besonderes und wenn ich Komplimente bekomme wird ich immer verlegen aber das ist so schön und gut für die Seele.
    Ich lese gerne was von dir und bin gespannt was als nächstes kommt.

    lieben Gruß

    Claudia

    1. Hallo Claudia,
      Danke für deine Worte. „Schnell von der Maschine gehüpft“, heißt nicht unbedingt, dass daraus ein Kleidungsstück entstanden ist, das gerne getragen wird. Gerade online werden wir gerne dazu verleitet, uns zu vergleichen. Weder die Geschwindigkeit, noch die Anzahl der genähten Stücke anderer Frauen sind entscheidend für dich. Ich weiß, dass es schwer ist, sich NICHT zu vergleichen. Ich verfalle dem auch immer wieder, aber es wird besser. Lass dich wirklich mal von einem Profi vermessen und notiere dir die Maße auf einem schönen Blatt Papier, hänge es dir in die Nähe deiner Nähmaschine oder da, wo du meistens die Schnitte auswählst. Dann hast du immer alles zur Hand. Und die Schnittänderungen übst du mit jedem Teil ein bisschen mehr.

  8. Liebe Elke,
    Ein toller Beitrag und wirklich sehr wahr und überlegt.
    Das tolle ist das sich deine Tipps tatsächlich nicht nur auf selbstgenähtes anwenden lassen.
    Ich lese deinem Blog nun schon ein paar Jahre und bin durch dich erst darauf gekommen das mein Kleiderschrank „vernetzt“ sein muss damit ich meine Kleidung sinnvoll und schön kombinieren kann. Ich Nähe zwar noch immer wenig für mich selbst aber mir sind im letzten Jahr keine fehlkäufe mehr passiert. Dank der „kleinen Elke“ die bei der knallroten Karobluse auf meiner Schulter sitzt und fragt: „und, zu was außer zu DIESER Jeans passt die…?“
    Also lange Rede kurzer Sinn: Danke! Für tolle Tipps und Anregungen und Gedankenanstöße!

    1. Liebe Ani,
      stimmt, die Tipps sind teilweise universal für jedes Geschlecht und Alter anwendbar und ich freue mich zu hören, dass sie deine Fehlkäufe reduziert haben!

  9. Liebe Elke,
    Ich glaube , du hast hier bei vielen den Nagel auf den Kopf getroffen, denn Suchbegriff mir fällt mir zu jedem deiner Punkte mindestens eine nähprojekt ein. Aber spätestens wenn die Anfangseuphorie über die Freude „ ich kann jetzt selbst Kleidung nähen“ verflogen ist, kommen einem diese Gedanken automatisch. Quasi als evolutionsprozess der selbstkritischen Näherinnen. Ich glaube, man muss diese Erfahrungen alle einfach mal selber machen, aber auch den Mut und die Energie aufbringen alte Muster mal zu verlassen, auf Langsamkeit umzusteigen, statt schnell fertig zu werden . Leider eratppe ich mich selbst auch oft noch dabei, eher die einfache bequeme Variante zu nehmen , als mich der Herausforderung zu stellen, aber es wird. Deine Artikel helfen immer das in Erinnerung zu rufen. Vielen Dank, liebe Grüße Kirsten

    1. Liebe Kirsten, der „Evolutionsprozess der selbstkritischen Näherin“! Gut ausgedrückt. Vermutlich muss man da durch, aber die Frage ist, wie lange möchte man auf der gleichen Stufe bleiben und wie schnell möchte man sich weiter entwickeln. Du machst dir ja auch viele Gedanken dazu und wirst mit jedem Mal besser.

  10. Hallo zusammen, es reizt mich zu dieser Idee von Elke etwas zu schreiben. Ich bin (leider) 73 Jahre alt/jung und habe viel Freude an den 9 Punkten gehabt. Farbberatung machte ich mit 25, als ich mit dem Schneidern meiner Garderobe begann. Ich habe stets wenige Kleidung genäht aus Kostengründen, dafür aber qualitativ bessere Stoffe gekauft, oft in den Restetruhen der Stoffhäuser. Ich habe bei Pfaff vorher einen Schnittkurs besucht, da ich klein bin und nicht jeder fertige Burda Schnitt für mich ideal war/ist. Aber erst mit ca 45 Jahren fing ich an, Teile zu nähen, die ich besser kombinieren konnte, auch farblich. Heute nähe ich immer noch sehr gerne, ergänze meinen sehr vollen Kleiderschrank, ändere ältere Kleider oder Röcke, um wieder ein neueres Stück zu bekommen. Von den vielen Resten, auch von Stoffen die zwar gekauft, aber die ich nicht wirklich verarbeitet habe zum Tragen, gibt es Taschen, Platzdecken, Geldbörsen oder andere kleine Verschenkteile. Wichtig war und ist für mich, dass alle Teile meinem Typ entsprechen und ich nicht jede Mode mitmachen muss. Fazit: all die 9 Punkte sind eine Persönlichkeitsübung, die wohl fast jede Frau durchläuft. Auch noch einmal sehr wichtig ist, sich selbst zu mögen und Komplimente mit einem Lächeln und „Danke“ zu erwidern.
    Viel Freude am Nähen weiterhin, Gisa

    1. Liebe Gisa, der Punkt, Komplimente dankend anzunehmen ist auch sehr wichtig! Gut, dass du das geschrieben hast. Das musste ich erst lernen. Ich möchte mit 73 auch gerne noch meine Kleidung selber nähen können und bin schon sehr gespannt, wie sich mein Geschmack bis dahin verändern wird. Auch dein Hinweis, an bestehenden Kleidern Änderungen durchzuführen um sie wieder modern/tragbar/passend zu machen ist super. Da könnte ich auch noch mehr machen. Vielen Dank für deinen Kommentar und den Einblick, den du uns damit in deine Nähkarriere gegeben hast!

  11. Meine Basis sind zwei Dinge:
    1. Vor vielen Jahren habe ich nach dem Buch „Color me beautiful“ selber meinen Farbtyp bestimmt. D.h. selber ist nicht ganz korrekt, denn ich habe das Buch gelesen und überlegt, wann mich Freunde besonders gelobt haben, bei welchen Farben im Make-up, bei der Kleidung. Jetzt habe ich einen Anhaltspunkt (4 Jahreszeiten, gelb- oder blau-Töne, warme oder kalte), renne aber nicht mit Farbkarte zum Einkaufen. Ich habe zu oft gesehen, wie Freunde bei einer Farbberatung waren, die danach völlig daneben lagen, sich aber wegen der „Farbberatung“ stur daran hielten, auch wenn mehrere Freunde nachher sagten, das steht Dir nicht.
    2. Ich habe bei einer Schneiderin vor Ort mehrere Maßschnitt-Kurse gemacht, die ihr Geld dreimal wert waren. D.h. ich habe jetzt Grundschnitte für Oberteil, Rock und Hose. Das ist spitze. Abwandeln finde ich nicht so kompliziert. Da hat man erst mal eine Weile genug und spart außerdem Geld für Schnitte, die man dann doch nicht benutzt.
    Meinen Stil habe ich anhand von Zeichnungen Büchern und meiner Erfahrung verifiziert, d.h. die berühmten Form, X, Apfel, Birne… als Richtung, denn es passt wohl keiner genau in eine von nur vier Typen. Interessant ist, daß die Firma McCall bei ihren Schnitten die Typen mit dazu schreiben, d.h. mit den Symbolen.

    1. Hi Tina, ein super Hinweis, dass McCall einen Hinweis dazu gibt, für welchen Figurtyp der Schnitt gedacht ist. Der Satz Grundschnitte ist das, was mir auch noch fehlt. Sehr spannendes Thema und auch deinen Kommentar finde ich sehr interessant zu lesen. Es gibt so viele Wege zur eigenen Garderobe.

  12. Ich hab noch einen weiteren Punkt, der bei mir persönlich eine große Rolle spielt: da ich noch eine (fortgeschrittene) Nähanfängerin bin und auch wenig Zeit zum Nähen habe, brauche ich für meine Projekte immer recht lang. Und wenn ich dann fertig bin, ist mir das Kleidungsstück meist einfach zu wertvoll. Ich habe Angst es zuviel zu tragen, weil es dann ja schneller verschleißt. Blöde, aber so ist es leider. Wird vielleicht mal besser, wenn ich nicht gefühlt 100 Jahre für ein T-Shirt brauche.

    1. Hi Kirsten,
      dass ist ein interessanter Aspekt, den ich so noch nicht gehört habe, aber kann ich nachvollziehen. Am besten, gleich noch ein zweites Teil davon nachlegen, dann ist der Verschleiß nur halb so hoch 😉

  13. Ein sehr interessanter Artikel!

    Ich muss zugeben, dass ich mir schon lange vorher selbst im Weg stehe. Aus Angst ein Teil zu nähen, das ich nicht trage. Weil Farbe nicht stimmt (habe inzwischen aber eine Farbberatung gemacht). Weil Material nicht zum Schnittmuster passt. Weil die Änderungen am Schnittmuster doch noch nicht ausreichend waren. Mit 70% will ich mich nicht zufrieden geben. An Ideen mangelt es nicht. Aber Teile produzieren, die dann doch nicht getragen werden, liegt mir auch nicht.
    Aber wahrscheinlich muss ich es einfach nur anpacken 😉

    Gruß, Ilona

    1. Hallo Ilona, du darfst nicht erwarten, dass es 100% perfekt wird. Das wird es vermutlich selten werden, aber wichtig ist, dass du das Vertrauen in dich hast, dass es bei jedem Mal besser wird! Und wenn die Farben schon gut zu den anderen Sachen in deinem Schrank passen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du die Sachen trägst schon mal höher als bei wahllos gekauften Farben/Stoffen.

  14. Hallo Elke, da bin ich aber froh das es nicht nur mir so geht. Mein Problem ist, das ich nicht so zufriedenen bin mit den selbst genähten Sachen. Es passt meistens nicht gut, und ich weiß nicht wie ich das Schnittmuster ändern kann. Vieles verlässt den Schrank nicht mehr. Schade ums Geld. Kannst du mir vielleicht ein gutes Buch empfehlen?
    Bei mir treffen wirklich alle Punkte zu. Aber ich werde mir deine Worte merken, egal ob ich mir Stoff kaufe oder Schnittmuster.
    Vielen Dank für diesen Beitrag. Echt super

  15. Liebe Elke,

    vermutlich habe ich jeden Fehler deiner Liste mindestens einmal gemacht, aber wieder erkannt habe ich mich bei Nr. 6. Mir ist ein Licht aufgegangen bei den beiden Frauen mit Oberweitenmaß 90cm. Ich habe das gleiche Problem wie Frau B und wähle nach meiner relativ großen Brust gemessen eine größere Kleidergröße, die dann meist unter den Armen, an der Taille und am Bauch allgemein viel zu luftig ist. Wie kann ich einen Schnitt anpassen, wenn ich einen eher schmalen Oberkörper und kleines Unterbrustmaß, aber füllige Brüste habe?

    Vielen Dank für diesen hilfreichen und ermutigenden Beitrag 🙂
    Marzipani Ententeich

  16. Liebe Elke,

    ertappt 🙂 Ein tolles Video, Danke dafür.
    Nur bei den Farben / Basics bin ich mir noch unschlüssig.
    Ich habe viele Einzelteile die ich nicht kombinieren kann. Mich stört das nicht. So habe ich immer Abwechslung.
    Dafür hast du mir echt ein die Augen geöffnet bei „der Stoff muss weg, jetzt wo er schon so lange hier rumgammelt“. Da kann doch echt nur was frustrierendes rauskommen. Bin leider so ein Kandidat.
    Übrigens kenne ich den Aspekt vom „Verschleiß“. Ich nenne das immer zu Tode schonen. Gerade mit zwei Kleinkindern muss ich mich zwingen meine zeitintensiven Projekte auch zu tragen obwohl sie Gefahr laufen völlig angesabbert zu werden. Sonst ist die Jahreszeit schon vorbei und das neue Teil wurde nicht einmal ausgeführt weil es „geschont“ wurde.

    Liebe Grüße
    Britta

    1. Im Hinblick auf „zu Tode schonen“ hat mir eine Verkäuferin im Dessous-Geschäft die Augen geöffnet. Dort habe ich mir von geschenktem Geld richtig tolle, teure Unterwäsche gekauft, die aber auch super passt und eine schöne Figur macht.
      Die Verkäuferin meinte dann: „Aber Sie dürfen die Sachen jetzt nicht schonen! Sie müssen sie tragen, denn um in der Schublade zu liegen, sind sie viel zu teuer.“
      Und sie hatte Recht. Nach drei Jahren häufigen Tragens gehen die Teile jetzt ihrem Ende entgegen, aber in dieser Zeit hatte ich viel Freude daran, und das war den Preis auf jeden Fall wert!

  17. Das ist wirklich ein superguter Post. Vor Tagen hatte ich den schon kurz gesehen jetzt endlich Zeit ihn durchzulesen 🙂 es ist so treffend geschrieben, vorallem punkt 1 – ich persönlich bin sehr vorsichtig mit Mustern, einfach weil ich weiss, dass es meistens auf dem Stoff selber super aussieht, aber am fertigen Kleidungsstück wirkt es meistens überladen.. ich muss sagen, den „weil sie weg müssen“ hatte ich noch nie ^^ ich lagere stoffe in der regel nicht so lange dass die irgendwann weg „müssen“, dazu sind sie mir auch zu teuer und zu schade, ich warte lieber bis ich genau den richtigen schnitt für den stoff habe 🙂

  18. Dein Beitrag gefällt mir sehr gut! Und ja ich kann nur bestätigen das es sich bei mir echt bezahlt gemacht hat ein bisschen Geld zu investieren. Ich habe mir vor über 20 Jahren eine Farbberatung gekonnt. Das war bis heute sehr gut angelegtes Geld. Manchmal hab ich Ausreisser, aber immer gewollt! Und das halte ich auch bei meinen Stoffeinkäufen so.
    Liebe Grüsse
    Silvia

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