#112: Was triggert dich?

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Was passiert, wenn sich andere Menschen ungefragt in deinen Stil einmischen? Wie gehst du damit um?

Die Inspiration für diese Episode habe ich aus drei Quellen.

  • Christian Bischoffs Episode “Du siehst die Welt so wie du bist” #336
  • Iris Apfels Zitat „Wenn du dich nicht wie alle anderen kleidest, dann musst du auch nicht wie alle anderen denken!“
  • Beitrag im Club

Manchmal lösen bestimmte Worte, Sätze, Szenen etwas bei mir aus und manchmal erst die Häufung oder Kreuzung mit anderer Inspiration. So geschehen gerade mit den oben genannten 3 Themen. Diese Episode ist eine lose Gedankensammlung meinerseits. Viel Spaß beim Zuhören.

Ich fange mal an mit dem Beitrag aus dem Näh deinen Stil Club. In einem der Foren schrieb eine Frau, dass ihre Kleidung von Menschen aus ihrem engeren Umfeld kritisiert wurde. Die Farben seien zu knallig. Das würde ihr nicht stehen. Und ihre Kleidung sei langweilig.

Das Thema Kleidung und Mode ist ja sehr emotional, auch wenn man sich das vielleicht nicht eingestehen will. Kleidung macht immer etwas mit uns. In verschiedenen Looks fühlen wir uns anders. Und man findet auch bei anderen immer Looks, die man besser findet als andere.

Aber was genau triggert uns, wenn wir die Kleidung anderer Menschen sehen? Und was veranlasst uns dazu, darüber zu urteilen? Und es dann womöglich noch ohne Einladung auszusprechen?

Je stärker ein Look von unseren Sehgewohnheiten abweicht, desto eher fällt er uns auf. Erstmal fällt er uns als “anders” auf und wir kategorisieren ihn dann ggf. Als “komisch”, “unästhetisch”, “Was ist das denn??”, “interessant”, “spannend” oder ähnliches.

Mit unserer Kleidung zeigen wir gewollt oder auch ungewollt eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Durch unsere Kleidung fühlen sich manche Menschen angezogen und andere neutral oder vielleicht auch abgestoßen. Ja, auch wenn die inneren Werte wichtiger sind, können wir nicht so tun, als sei die Kleidung egal. Menschen reagieren nun mal auf äußere Signale.

Und da komme ich zu Christian Bischoff, der in seinem Podcast über Projektionen spricht. Er sagt: “Du siehst die Welt so wie du bist.” Und “Alles, was du in deinem Alltag wahrnimmst, zeigt dir, wer du wirklich bist.”

Achte mal in deinem Alltag darauf, was du wahrnimmst. Worauf du reagierst. Wenn wir bei der Kleidung bleiben: Welche Kleidung fällt dir an anderen auf? Welche Farben? Und warum fällt dir die Kleidung auf?

Ein Beispiel: Eine Frau in einem auffälligen Outfit mit knalligen Farben geht über die Straße. Zwei Personen begegnen ihr.

Person A denkt: “Cool, ich muss auch mal wieder mein oranges T-Shirt anziehen!”

Person B denkt: “Oh mein Gott, wie kann man nur so etwas Schrilles anziehen.”

Weitere Personen hätten wieder einen anderen Blick auf das Outfit oder im Speziellen auf das orange Oberteil.

Was führt dazu, dass die Reaktionen so unterschiedlich ausfallen? Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, wurde unterschiedlich geprägt, hat zur Farbe Orange unterschiedliche Assoziationen, einerseits aus eigenen Erfahrungen heraus und andererseits auch durch Konventionen, Trends etc.

Besonders dann, wenn die Reaktion, ich sage mal “allergisch” ausfällt, wie bei Person B, kann man sich mal die Frage stellen: Was genau triggert mich hier?

Spoiler: Es hat immer mit dir selber zu tun. Dass besagte Frau ein oranges Oberteil trägt, ist doch eigentlich völlig unerheblich für dich und dein Leben und dennoch löst es etwas in dir aus. Also muss da etwas in dir sein, das darauf reagiert.

Stört es Person B, dass die Frau durch ihr auffälliges Outfit mehr im Mittelpunkt steht? Wünscht sie sich insgeheim mutiger zu sein? Erinnert sie die Farbe an etwas Unangenehmes in ihrem Leben?

Person A hingegen hat eine positive Assoziation und sieht sich eher inspiriert und ermutigt, ihr oranges Shirt mal wieder anzuziehen

Wir projizieren ständig unser Weltbild auf andere Menschen. Das passiert automatisch. Aber wenn dich eine Begegnung mit einem komischen Gefühl zurücklässt, dann lohnt es sich, zu hinterfragen, warum das so ist und was das mit dir zu tun hat.

Was hat dich getriggert?

Du hast keinen Einfluss darauf, wie sich diese und andere Frauen kleiden, aber du hast einen Einfluss auf dich selbst. Wir suchen oft die Veränderung im Außen, denken, dass diese von anderen Menschen abhängt oder erst erfolgen kann, wenn wir etwas Bestimmtes erreicht haben, wie zum Beispiel eine Gewichtsabnahme.

Dabei liegt die Lösung in dir selbst. Je besser du dich kennst, desto weniger wirst du dich durch andere triggern lassen. Und desto mehr kannst du deinen eigenen Stil leben, mehr du selbst sein

Kennst du dieses Zitat:

„Wenn du dich nicht wie alle anderen kleidest, dann musst du auch nicht wie alle anderen denken!“

Das hat mal Stilikone Iris Apfel gesagt, die gerade 100 Jahre alt geworden ist und eindeutig ihren eigenen Kopf hat. Sie zeigt der Welt ihren einzigartigen Stil, der von überdimensionalen Accessoires, viel Farbe und Extravaganz geprägt ist.

Meine Interpretation ihres Zitats:
Wenn ich mich nicht so kleide wie alle anderen, sondern so wie ich bin und sein will, dann muss ich auch nicht das gleiche denken wie alle anderen, sondern so wie ich denken will und kann.
Und dann triggert mich der Style anderer Menschen weniger, frei nach dem Motto “Leben und leben lassen.”

Der entscheidende Punkt ist, dass die Lösungen für das, was du verändern möchtest, in dir drin liegen und nicht bei anderen Menschen.
In dieser Folge habe ich keine konkreten Tipps für dich außer den, dir die Episode von Christian Bischoff anzuhören. Die war für mich wirklich augenöffnend. Vor allem ist mir der Satz hängengeblieben:

“Du bist dein Problem. Und du bist deine Lösung.”

In diesem Sinne wünsche ich dir einen inspirierten Tag und wenn du Lust hast, deinen Stil neu zu entdecken und zu verfeinern, um zu zeigen, wer du wirklich bist, dann komm in den Näh deinen Stil Club.

Liebe Grüße, Elle

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